Aufführungen / Oper
Oper Frankfurt
Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
- Heute: 5. Sinfoniekonzert: Arabella Steinbacher / Marek Janowski
- Premiere: Amor vien dal destino
- Premiere: Written on Skin
- Familienworkshop "Sänger*innen"
- Carmen
- Happy New Ears: Porträt Miroslav Srnka
- Oper für Kinder - Holle!
- Werkstätten-Führung – Die Kunst des Bühnenbaus
- Großer Kostümverkauf
- Kammermusik
- Die Passagierin
- Intermezzo – Oper am Mittag
- Kostümwesen-Führung – Vom Entwurf zum Kostüm
- Madama Butterfly
- 6. Sinfoniekonzert: Elias David Moncado / Thomas Guggeis
- Backstage-Führung – Blick hinter die Kulissen
- Opernworkshop "Madama Butterfly"
- Patrick Grahl / Klara Hornig
- Werther
- 7. Sinfoniekonzert: Kirill Gerstein, Thomas Guggeis
- Familienworkshop "Sehnsucht"
- Alice Coote / Julius Drake
- Oper für Kinder "Turandot"
- Tristan und Isolde
- Joseph Calleja / Sarah Tysman
- Happy New Ears: Porträt Iris ter Schiphorst
- 8. Sinfoniekonzert: Alexej Gerassimez / Thomas Guggeis
- Simon Bailey / Anne Larlee
- Happy New Ears: Porträt Hannah Kendall
- 9. Sinfoniekonzert
- Dagmar Manzel
- 10. Sinfoniekonzert
- Blog der Oper Frankfurt
- Die Oper Frankfurt ist das Musiktheater der Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main.
Aufführungen / Theater
Kammerspiele Frankfurt
Frankfurt am Main, Neue Mainzerstr. 15
- Heute: Das Bildnis des Dorian Gray
- Premiere: Paradiesvögel
- Premiere: Die Affäre auf der Straße nach Monaco
- Die Frau vom Meer - Oder: Finden sich Rudimente einer UR-Fischart im menschlichen Gemüt?

- Spiel des Schwebens

- Die verlorene Ehre der Katharina Blum

- So langsam, so leise

- Cold Case: Gretchen brennt

- Wir haben es nicht gut gemacht

- Phädra, in Flammen

- Heute leider Konzert!

- NSU 2.0

- Bühne des Schauspiel Frankfurt
Aufführungen / Kulturveranstaltung
Bockenheimer Depot Frankfurt
Frankfurt am Main, Bockenheimer Depot
Aufführungen
| Schauspiel
Aufführungen
| Schauspiel
NSU 2.0
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Keine Fiktion, sondern Realität: Am 02. August 2018 erhält die Frankfurter Rechtsanwältin Seda Başay-Yıldız eine Morddrohung. Mit der Unterschrift »NSU 2.0« beziehen sich die Verfasser:innen auf die Gruppe »Nationalsozialistischer Untergrund«, deren Terror zwischen 2000 und 2007 mindestens zehn Menschen zum Opfer gefallen waren. Die Suche nach der Herkunft des Schreibens führt zu einem Computer im Frankfurter Polizeirevier 1 und zu einer Chatgruppe unter Polizeibeamt:innen, in der Hakenkreuze und Judenwitze ausgetauscht werden. Je länger ermittelt wird, desto klarer tritt zutage: Die Behörde, die Bürger:innen wie Başay-Yıldız vor Terror und Extremismus beschützen soll, hat ein massives Problem mit Rechtsextremen in den eigenen Reihen. Wie weit reichen rechtsextreme Netzwerke in unserer Stadt? Und was bedeutet das für Politik, Bürger:innen und Betroffene? Regie: Nuran David Calis Bühne: Anne Ehrlich Kostüme: Anna Sünkel Video und Recherche: Karnik Gregorian Komposition und musikalische Einrichtung: Vivan Bhatti Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Die Produktion wird ermöglicht durch den Kulturfonds Frankfurt RheinMain. Dauer: ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause Inhaltswarnung Die Produktion enthält Aussagen, die diskriminierend, rassistisch und sexistisch sind sowie zur Gewalt aufrufen. Zuschauer:innen könnten dies beunruhigend finden.
Aufführungen
| Schauspiel
Phädra, in Flammen
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Über Athen hängt ein trügerischer Stillstand. Der alte König Theseus hat unlängst wieder einmal verkündigt, sich von der Macht zurückziehen zu wollen – doch folgten den Worten bislang keine Taten. Die Königin Phädra versinkt in gelangweilter Ohnmacht innerhalb den beengenden geistigen, formalen und moralischen Strukturen des Hofstaats. Derweil ist hinter den Kulissen ein erbitterter Kampf um Einfluss entfacht. Als Thronfolger ist Demophon – erstgeborener Sohn des Herrscherpaars – auserkoren. Seine Heirat mit Persea ist bereits arrangiert, um die politischen Verhältnisse weiter zu stabilisieren und die Machtübergabe einzuleiten. Doch statt sich in ihr Schicksal zu fügen, bringt Persea durch ihr unbeugsames Handeln die politischen und persönlichen Verhältnisse ins Wanken. Die Autorin Nino Haratischwili greift in ihrem neuen Stück den Mythos um die legendäre Königin Phädra auf. Haratischwili verwebt Motive des antiken Mythos mit gegenwärtigen Fragestellungen von Sexualität, Emanzipation, Privilegien und Machtpolitik. Das Stück zeugt vom System im Umbruch, in dem progressives Denken und regressive Kräfte miteinander um Deutungshoheit ringen. Regisseur Max Lindemann stellt in seiner Inszenierung das Schwanken der Figuren zwischen persönlichem und politischem Verlangen ins Zentrum. Entstanden im Rahmen des Berliner Ensemble-Dramatiker:innen-Fonds, unterstützt durch die Heinz und Heide Dürr Stiftung. Regie: Max Lindemann Bühne: Signe Raunkjær Holm Kostüme: Eleonore Carrière Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Jan Walther Dauer: 1 Stunde 50 Minuten, keine Pause Wir weisen Sie darauf hin, dass bei der Aufführung an einigen Stellen Stroboskoplicht zum Einsatz kommt.
Aufführungen
| Schauspiel
Paradiesvögel
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Premiere: 30.1.2026 Stell dir vor, dein Leben hat gerade erst so richtig angefangen und multiple Krisenlandschaften verstellen dir die Sicht auf die Zukunft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, um beim strammen Marsch nach vorn dabei zu sein. Wer darf mitmachen? Und wohin geht es überhaupt? Sinnkrisen, Verlustängste, Depression, Todessehnsucht: Kein Paradies in Sicht. Wie geht Trauern? Woher kommen Lebenswille, Wut, Kampfgeist? Wie entstehen Zusammenhänge? Ein Ensemble im Jungen Schauspiel macht sich auf Umwege. Konzept und Regie:: Martina Droste Bühne und Kostüme: Michaela Kratzer Musik: Max Mahlert Chorische Einstudierung: Christina Lutz Licht: Valentin Wittig
Aufführungen
| Schauspiel
So langsam, so leise
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
»Ich weiß, dass wir darüber nicht reden können … Aber findest du nicht, dass diese ganze Sache mehr als nur ironisch ist? Dieser ganze Zerfall hier: Es ist erbärmlich und zugleich – konsequent … Ich weiß nicht, was ich verbrochen habe, dass das nun alles auf mich zurückfällt. Aber vermutlich braucht es gar keine Schuld für diese Strafe.« Eigentlich wollte Karen ihrem Vater nur einen Besuch abstatten, doch dessen Demenz und der Dauerregen zwingen sie, zu bleiben. Die unhaltbare Situation spült die Dämonen der Vergangenheit an die Oberfläche und plötzlich ist da ein Hund und die drängende Frage, ob der Hang hält. Es ist eine Welt, die sich buchstäblich vor den eigenen Augen aufzulösen scheint: Extremwetterereignisse bedrohen sicher geglaubte Rückzugsorte, die schwindenden Erinnerungen lassen die Identität bröckeln und reißen zugleich alte Wunden von neuem auf. Es ist ein Scheideweg, an dem die Protagonistin Karen steht. Doch woher kommt er und wohin wird er sie führen? Die Regisseurin Luise Voigt wurde mit ihrer Inszenierung »Die Gewehre der Frau Carrar /Würgendes Blei« mit Texten von Björn SC Deigner zum Theatertreffen 2025 eingeladen. Mit der Eröffnung der Kammerspiele setzen die Regisseurin und der Autor ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Zugleich stellt sich die für ihre außergewöhnlich starken inhaltlichen und ästhetischen Zugriffe bekannte Regisseurin mit dieser Arbeit erstmals am Schauspiel Frankfurt vor. Regie: Luise Voigt Bühne und Kostüme: Maria Strauch Musik und Video: Nicolas Haumann Choreografie: Minako Seki Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Jan Walther ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Das Bildnis des Dorian Gray
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Der junge Dorian Gray steht dem Künstler Basil Modell, der ihn auf Leinwand verewigt. Als Dorian in den Bann des zynischen Dandys Lord Henry gerät, beginnt er ein ausschweifendes Leben des kompromisslosen Hedonismus. Immer weiter steigert sich das toxische Verhältnis zwischen Lord Henry, Basil und Dorian. Doch die Ausschweifungen bleiben nicht konsequenzlos und es zeigen sich Spuren des Verfalls – aber nur auf dem Bildnis. Es degeneriert, abgeschirmt und versteckt vor den Augen der Öffentlichkeit, zur grotesken Fratze, während Dorians Äußeres ewig jung, makellos und schön bleibt. Der Klassiker von Oscar Wilde über die (Un-)vergänglichkeit von Schönheit und verstecktes Begehren wird ergänzt und fortgeschrieben mit Texten des Dramatikers Marcus Peter Tesch, der in seinem Schreiben der Geschichte von Körpern und Körperbildern nachfühlt und diese in die Gegenwart holt. Regisseur Ran Chai Bar-zvi wurde zuletzt mit dem Kurt-Hübner-Regiepreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet und zum Festival »Radikal jung« eingeladen. Seine bildstarken Inszenierungen begegnen auch existenziellen Stoffen mit einer großen Leichtigkeit, ohne deren ernsten Kern zu verharmlosen. Mit »Das Bildnis des Dorian Gray« feiert Ran Chai Bar-zvi sein Debüt am Schauspiel Frankfurt. Regie und Bühne: Ran Chai Bar-zvi Kostüme: Belle Santos Musik: Evelyn Saylor Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Frank Kraus
Aufführungen
| Schauspiel
Cold Case: Gretchen brennt
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Die Gerichtsakte vom Fall der Susanna Margaretha Brandt wurde 1772 geschlossen, aber rätselhaft bleibt ihr tragisches Schicksal bis heute. Bekannt wurde ihre Geschichte durch die Bearbeitung Goethes für seine berühmte Gretchenfigur in »Faust«. Aber wird diese Behandlung der realen Lebensgeschichte der Frankfurter Dienstmagd gerecht? Welche Not steckte hinter dem Verbrechen, für das sie auf der Hauptwache mit dem Tode bestraft wurde? Als Akt der Selbstermächtigung und des Empowerments veranstaltet das Dark-Pop-Duo Smilla Zorn & Awesome Universe, bestehend aus Ensemblemitglied Lotte Schubert und Musiker Thorsten Drücker, ein feierlich-sehnsüchtiges Clubkonzert. Sie legen mit ihren melancholisch-ehrlichen Texten und sphärischen Klängen den Finger in die Wunde, erzählen vom Schmerz, aber auch von der Hoffnung auf Glück. Hier treffen sie auf die Biografie der Frankfurterin, deren Themen nichts an Aktualität eingebüßt haben: prekäre Lebensbedingungen, Unterdrückung von Frauen im patriarchalen System, Schwangerschaftsabbrüche und ihre strafrechtlichen Folgen. Mit dokumentarischen Mitteln entwickelt die Band einen vielschichtigen Abend, der Fiktion mit Historischem, Persönliches mit Allgemeingültigem vereint und dabei derjenigen eine Stimme gibt, die zeit ihres Lebens überhört wurde. Konzept und Musik: Lotte Schubert, Thorsten Drücker Szenische Einrichtung: Marlon Otte Bühne und Video: Kaethe Olt Kostüme: Henrike Reller Dramaturgie: Jana Fritzsche Licht: Valentin Wittig Erstellung Video: Shania Casado Cimring ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Die Frau vom Meer - Oder: Finden sich Rudimente einer UR-Fischart im menschlichen Gemüt?
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Henrik Ibsen hat seine Frauenfiguren sorgfältig mit bürgerlichen Biographien ausgestattet. Die tiefere Herkunft einer Nora, einer Hedda oder einer Ella liegt aber, so könnte man vermuten, jenseits alles Bürgerlichen in einer Art Urkraft oder Naturgewalt, einem elementaren, atavistischen Begehren. So ist auch Ellida, die »Frau vom Meer«, eine Art Mischwesen: halb zweite Ehefrau des früh verwitweten Kleinstadtarztes Dr. Wangel, halb Meereswesen, das sich nach der willenlosen Weite des Ozeans zurücksehnt. Eine Nixe, zerrissen zwischen Freiheit und Bindung. Wie aber, wenn dieser Konflikt in jedem Menschen schlummerte? Sind wir nicht alle ein wenig Fisch? »Eine Fischart bildet ein Urglied in der Entwicklungsreihe des Menschen«, notierte schon Ibsen. Barbara Bürk, bekannt für den skurrilen Humor ihrer singenden, tanzenden und mitunter bitterböse ins Groteske schwingenden Arbeiten, begibt sich dieses Mal mit tatkräftiger Unterstützung des »nordischen Magus« Ibsen auf die Suche nach der Fischnatur im Menschen. Regie: Barbara Bürk Bühne & Kostüme: Anke Grot Musik: Markus Reschtnefki Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Jan Walther Bewegungscoach / GaGa-Class: Etay Axelroad ca. 1 Stunde 40 Minuten
Aufführungen
| Schauspiel
Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Die 26-jährige Katharina Blum steht unter Verdacht, Mitwisserin einer umfangreichen Betrugsaffäre zu sein, nachdem sie eine Karnevalsparty mit einem gewissen – und ihr bis dato unbekannten – Ludwig Götten verließ. Nicht nur wird sie daraufhin stundenlang von der Polizei befragt, vor allem startet die ZEITUNG einen wahrhaftigen Shitstorm gegen die junge Hauswirtschafterin. Blum wird öffentlich als Mittäterin und »Flittchen« diffamiert, Aussagen von ihr nahestehenden Personen werden umformuliert und verfälscht wiedergegeben, die Boulevardredakteure lassen nicht mehr von ihr ab. »Wie Gewalt entstehen kann und wohin sie führt« lautet der erweiterte Titel dieser 1974 erschienenen Erzählung des Schriftstellers Heinrich Böll. Denn durch die Kampagne gegen Katharina Blum wird diese wirklich zur Täterin und erschießt den dafür verantwortlichen Journalisten. Heinrich Böll gibt in einer vorangestellten Notiz an: »Sollten sich (...) Ähnlichkeiten mit den Praktiken der Bild-Zeitung ergeben haben, so sind diese Ähnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich« und beschrieb die Erzählung später als Pamphlet, das auf die konfliktverstärkende Rolle des Boulevardjournalismus in der öffentlichen Beachtung der Roten Armee Fraktion Bezug nehme. Er selbst hatte sich zuvor als Opfer einer solchen Medienkampagne gesehen und stellt an Katharina Blums Fall das Vorgehen der Presse beispielhaft zur Schau. Die Regisseurin Sapir Heller inszeniert diese Erzählung als temporeiche Verfolgungsjagd, die auf die Nähe des inzwischen allgegenwärtigen Sensationsjournalismus zum heutigen Populismus verweist. Regie: Sapir Heller Bühne und Kostüme: Ursula Gaisböck Musik: Gustavo Strauß Video: Lion Bischof Dramaturgie: Lena Wontorra Licht: Ellen Jaeger Bühne und Kostüme: Ursula Gaisböck Musik: Gustavo Strauß Video: Lion Bischof Dramaturgie: Lena Wontorra Dauer: 1 Stunde 35 Minuten ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Heute leider Konzert!
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Aufgewachsen als jüdisches Kind im Wien der 1920er Jahre, flieht Georg Kreisler mit seiner Familie 1938 in die USA und muss dort »Jude üben statt Klavier«. Nach einem Durchbruch als Musiker, Entertainer und Komponist in New York kehrt er in seine Heimatstadt zurück, die noch immer von antisemitischen Furchen durchsetzt ist. Also stellt sich Kreisler dieser neuen Wirklichkeit - mit bitterbösem Humor singt er Lieder und schreibt gesellschaftskritische Texte, in denen er alle, aber auch wirklich alle Akteure der Gesellschaft aufs Korn nimmt. Martha Kottwitz stellt mit erzählerischen, poetischen und dramatischen Versatzstücken aus Kreislers Texten und Liedern einen vielseitigen musikalischen Abend zusammen, der weit mehr bietet als eine Nacherzählung seines bewegten Lebens. Mit geschärftem Witz lässt er uns nachdenken über die Welt, in der wir leben. Ein schonungs-, aber nicht hoffnungsloser Blick in den Abgrund. Regie: Martha Kottwitz Bühne und Video: Marco Pinheiro Kostüme: Mirjam Kiefer Musikalische Einrichtung: Christina Lutz Dramaturgie: Jana Fritzsche Licht: Jan Walther 1 Stunde 40 Minuten ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Der Meister und Margarita
Schauspiel Frankfurt - Schauspielhaus
Premiere: 21.2.2026 Eine Schneise der Zerstörung zieht sich durch Moskau. Menschen werden verschleppt, gefoltert, hingerichtet, unsichtbar gemacht. Doch daneben geht all das weiter seinen Gang, was man gemeinhin das »normale Leben« nennt: Die Trams fahren, die Läden sind geöffnet, man geht ins Theater, macht Geschäfte, spinnt Intrigen. Im Zentrum des Geschehens steht ein unheimlicher Fremder – ein Deutscher? Pole? Engländer? – dem eine Entourage skurriler Gestalten folgt. Wer ist Woland wirklich, der sich »Professor für schwarze Magie« oder einfach nur bescheiden »Berater« nennt? Ist das Böse, das von ihm auszugehen scheint, wirklich sein eigenes Werk? Oder verleiht er nur der diffusen Gewalt, die er überall vorfindet, eine jeweils überraschend neue, scharfe und brutale Form? Repression, die sich zur neuen Normalität erklärt, verbreitet nicht nur Schrecken, sondern auch eine unfreiwillige, makabre Komik: Die neue Welt ist eine Farce, wenngleich eine blutige. Der russische Exilregisseur Timofej Kuljabin zeichnet in seiner Adaption von Bulgakows Weltroman das Bild einer korrupten Gesellschaft, in der die Unberechenbarkeit allgegenwärtiger Gewalt zum System geworden ist. Aus der Perspektive einer forensischen Rekonstruktion legt er die Mechanismen heutiger totalitärer Herrschaft frei. Regie: Timofej Kuljabin Bühne: Oleg Golovko Kostüme: Vlada Pomirkovanaya Musik: Timofey Pastukhov Dramaturgie: Alexander Leiffheidt, Olga Fedyanina Koordinator/Dolmetscher: Rustam Akhmedshin Licht: Marcel Heyde
Aufführungen
| Schauspiel
Der große Gatsby
Schauspiel Frankfurt - Schauspielhaus
für die Bühne bearbeitet von Iga Gańczarczyk Deutsch von Andreas Volk unter Verwendung der Romanübersetzung von Bettina Abarbanell Der meisterhafte Roman über eine unmögliche Liebe dokumentiert die Zeit, in der der Weg vom Tellerwäscher zum Millionär am kürzesten war – das New York der 1920er Jahre bot dafür reichlich Gelegenheit. Jay Gatsby, ein Mann undurchsichtiger Herkunft, hat sich an die Spitze der wohlhabenden Gesellschaft hochgearbeitet. Nun versucht er sich seiner verflossenen Jugendliebe Daisy Buchanan zu nähern, die inzwischen innerhalb ihrer Klasse geheiratet hat und ein mondänes Leben führt. Während Gatsby versucht, Daisy mit märchenhaften Darbietungen seines Reichtums zu beeindrucken, beobachtet sein bescheidener Nachbar Nick Carraway das frivole Treiben der Upper Class als Chronist der Ereignisse und Mitwisser mancher Geheimnisse. Der Rücksichtslosigkeit und Egozentrik der Gesellschaft fallen die Schwächsten zum Opfer, und auch die Sehnsucht nach tiefer Verbundenheit entpuppt sich als Illusion ohne reales Fundament. Nach »Das Tove-Projekt« nimmt sich die polnische Regisseurin Ewelina Marciniak wieder eines Romans an, den sie mit ihrem Team in einer neuen Bearbeitung auf die Bühne bringt. Die Inszenierung beleuchtet auch die Rückseite der glitzernden Fassade und sucht nach einer Stimme für jene, die im Schatten der Dekadenz existieren. Regie: Ewelina Marciniak Bühne: Grzegorz Layer, Ewelina Marciniak Kostüme: Julia Kornacka Musik: Wacław Zimpel Choreografie: Agnieszka Kryst Dramaturgie: Iga Gańczarczyk, Eivind Haugland Licht: Aleksandr Prowaliński 2 Stunden ohne Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Antigone
Schauspiel Frankfurt - Schauspielhaus
Tochter und Schwester des Ödipus, Tochter und Enkelin der Iokaste, Schwester von Helden und Mördern, letztes Kind eines verfluchten Geschlechts: der Mythos Antigone fasziniert die Menschen seit Jahrtausenden. Ist ihr Beharren darauf, den gefallenen Bruder Polyneikes gegen den zum Gesetz erhobenen Willen des Herrschers Kreon zu begraben, die Tat einer Heldin? Oder die Untat einer Fanatikerin? Antigones unbedingtes moralisches Bewusstsein entlarvt den Pragmatismus der Macht um den Preis des Lebens – nicht nur des eigenen. Ihr Begehren unterwandert eine kalte Ordnung, öffnet darin jedoch die Tür zu Grausamkeit und Zerstörung. Was bedeutet das »ungeschriebene Gesetz«, auf das sie sich bezieht, für uns heute? Antigone ist ein tausendfach beschriebenes Blatt, zumeist von Männern. Die Regisseurin Selen Kara, deren Arbeit zum ersten Mal in Frankfurt zu sehen ist, befragt den antiken Stoff aus der Perspektive der Frauen. Dabei lenkt sie den Blick auf die Kontinuitäten der Konflikte zwischen Gewissen und Ordnung, Freiheit und Fügung – vom uralten Fluch der Labdakiden bis zu den Menetekeln der Gegenwart. Regie: Selen Kara Bühne: Lydia Merkel Kostüme: Anna Maria Schories Musik: Torsten Kindermann Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Marcel Heyde ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
Aufführungen
| Schauspiel
Publikumsbeschimpfung
Schauspiel Frankfurt - Schauspielhaus
Premiere: 24.1.2026 »Ich habe gerade mit Ach und Krach ein Stück geschrieben. Es heißt ›Publikumsbeschimpfung‹ und ist mein erstes und mein letztes. Ich möchte es nun aufführen lassen und auch sonst dazu sehen, dass ich es vielleicht anbringe.« Dieser Wunsch von Peter Handke ging vor 60 Jahren, im Sommer 1966, in Frankfurt am Main im Theater am Turm, unter der Regie von Claus Peymann, in Erfüllung und Handke wurde quasi über Nacht berühmt. Das Sprechstück ohne Handlung, ohne Bühnenbild und ohne Requisiten macht die Sprache und die Theaterverabredung selbst zum Thema: Handke untersucht, wie auf dem Theater Wirklichkeit durch Sprache zurückzugewinnen sei. Die Spieler:innen sind die Beobachtenden, das Publikum wird zum Zentrum der Aufmerksamkeit. Indem Handke das Theater aushebelt, wird ein neues Theater entworfen. »Diese Bretter bedeuten keine Welt. Sie gehören zur Welt. Diese Bretter dienen dazu, dass wir darauf stehen. Dies ist keine andere Welt als die Ihre.« Für diese Jubiläumsinszenierung des nach den Klangelementen der Beatmusik gebauten Stückes aktiviert die Regisseurin Claudia Bauer ihre langjährige Zusammenarbeit mit dem Komponisten Peer Baierlein. Nach ihren beiden erfolgreichen Überschreibungen von Luis Buñuel-Filmen am Schauspiel Frankfurt begibt sich Claudia Bauer in den literarischen Kosmos des Nobelpreisträgers Peter Handke für eine Liebeserklärung ans Theater. Ermöglicht durch den Patronatsverein. Regie: Claudia Bauer Bühne: Andreas Auerbach Kostüme: Patricia Talacko Musik: Peer Baierlein Dramaturgie: Katja Herlemann
Aufführungen
| Schauspiel
Der aufhaltsame Aufstieg des Arturo Ui
Schauspiel Frankfurt - Schauspielhaus
Chicago in der Wirtschaftskrise: Der Gemüsehandel stockt, die Händler verzweifeln. Die führenden Blumenkohlhändler wollen den Handel wieder ankurbeln, aber den Gangster Arturo Ui wollen sie nicht mitmischen lassen. Stattdessen spinnen sie ihre eigene Intrige und überreden einen angesehenen Stadtpolitiker zur Korruption. Doch Ui weiß die Schwächen der anderen gegeneinander auszuspielen und seine politische und geschäftliche Karriere nimmt schnell Fahrt auf. Er begreift, dass Gewalt allein für seine Machtexpansion nicht ausreicht – auch die Manipulation der Öffentlichkeit gehört dazu. In seinem Größenwahn macht er weder vor alten Weggefährten noch an den Stadtgrenzen Chicagos Halt. Bertolt Brecht schrieb 1941 im Exil diese Parabel auf die Karriere Adolf Hitlers und der Nationalsozialisten. Die Verortung der bissigen Satire im amerikanischen Gangstermilieu war laut Brecht sein »Versuch, der kapitalistischen Welt den Aufstieg Hitlers dadurch zu erklären, dass er in ein ihr vertrautes Milieu versetzt wurde«. Damit stellen sich die Ereignisse nicht als schicksalhaftes Verhängnis dar, sondern als die Konsequenz der herrschenden Verhältnisse unter der Mitwirkung Vieler. Faschismus ist kein historischer Einzelfall, sondern die auch heute immer noch mögliche Fortsetzung der Geschäfte mit anderen Mitteln. Regisseur Christian Weise und sein Team erschaffen bildgewaltige und musikalische Welten, in denen sie Klassiker des Theaters spielerisch einer zeitgenössischen Befragung unterziehen. Regie: Christian Weise Bühne: Julia Oschatz Kostüme: Josa Marx Musik: Jens Dohle Dramaturgie: Katja Herlemann Licht: Ellen Jaeger ca. 2 Stunden 30 Minuten, eine Pause
Aufführungen
| Oper
Tristan und Isolde
Oper Frankfurt am Main
Handlung in drei Aufzügen Text vom Komponisten Uraufführung 1865 / Premiere vom 19. Januar 2019 Mit seiner Version des seit dem Mittelalter beliebten Tristan-Stoffes revolutionierte Richard Wagner die Musikgeschichte. Sein funktionsharmonisch vieldeutiger »Tristan-Akkord« wurde zum Wegbereiter für die Musik der Moderne und spiegelt den Kern jener tragischen Liebe: eine unstillbare Sehnsucht, die unaufhörlich nach Erlösung strebt. »Erst im Angesicht des Todes wird es den Liebenden möglich, sich ihrer Liebe rückhaltlos hinzugeben«, sagt Katharina Thoma und lenkt den Blick auf das Unterbewusste, die biografische Verlusterfahrung und die ganz persönliche Lebensbasis der beiden Protagonisten. In einem klaren, konzentrierten Raum von Johannes Leiacker untersucht sie die Gründe einer Beziehungslosigkeit, die für sie über gesellschaftliche Hürden und äußere Bedingungen hinausgehen. Musikalische Leitung: Thomas Guggeis Inszenierung: Katharina Thoma Bühnenbild: Johannes Leiacker Kostüme: Irina Bartels Licht: Olaf Winter Chor: Álvaro Corral Matute Dramaturgie: Mareike Wink In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: ca. 4 ¾ Std.: 1. Aufzug, 1 Std. 20 Min., 25 Min. Pause 2. Aufzug ca. 1 Std. 15 Min. 35 Min. Pause 3. Aufzug: ca. 1 Std. 10 Min. Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
Aufführungen
| Oper
Werther
Oper Frankfurt am Main
Drame lyrique in vier Akten Text von Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann Uraufführung 1892 / Premiere vom 11. Dezember 2005 Ekstase und Resignation, Traum und Realität, sinnliches Begehren und Todessehnsucht – zwischen diesen Extremen bewegt sich Jules Massenets Erfolgsoper Werther. Im Zentrum dieses fieberhaften Dramas, das auf Goethes 1774 erschienenem Briefroman basiert, steht der Rechtspraktikant Werther und dessen unerfüllbare Liebe zu Charlotte. Diese hatte ihrer sterbenden Mutter versprochen, den erfolgreichen Albert zu heiraten. Charlotte weist Werther daraufhin immer wieder zurück, obwohl sie dessen Gefühle erwidert. Schließlich nimmt sich Werther am Weihnachtsabend das Leben. Jules Massenet übersetzt Goethes skandalumwitterten Roman in ein dichtes Netz aus lyrischen, dramatischen und grotesk-komischen Momenten. Seine 1892 uraufgeführte Partitur weist dabei in ihrer Plastizität bereits auf den musikalischen Verismo voraus. Willy Deckers Inszenierung, die seit mittlerweile 20 Jahren das Publikum begeistert, zeigt Werther als einen Traumwandler zwischen verschiedenen Realitäten. Seine anfängliche Euphorie mündet zunehmend in einem Alptraum. Musikalische Leitung: Felix Bender Inszenierung: Willy Decker Bühnenbild, Kostüme: Wolfgang Gussmann Licht: Joachim Klein Kinderchor: Álvaro Corral Matute In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: ca. 2 Std. 40 Min., inkl. 1 Pause nach ¾ Std. Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
Aufführungen
| Oper
Madama Butterfly
Oper Frankfurt am Main
Japanische Tragödie in zwei Akten Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica Uraufführung 1904 / Premiere vom 22. Mai 2022 Die Beziehung zwischen Cio-Cio-San, genannt »Butterfly«, und dem US- amerikanischen Marineoffizier Benjamin F. Pinkerton beginnt als pro-forma-Heirat – und entwickelt ungeahnte Konsequenzen: Die junge Japanerin bricht mit ihrer Familie und hofft darauf, ihrer ärmlichen Herkunft zu entkommen; Pinkerton hingegen fühlt sich trotz der überwältigenden Gefühle, die auch in ihm aufkeimen, in dieser »Ehe auf Zeit« nicht gebunden. Als er abkommandiert wird, bleibt Cio-Cio-San zurück; sie erwartet ein Kind von ihm. Unbeirrbar wartet sie auf seine Rückkehr; ihre einzige Stütze ist die getreue Dienerin Suzuki. Doch als Pinkertons Schiff schließlich wieder in Nagasaki anlegt, platzt die Illusion: Er hat in Amerika eine andere Frau geheiratet. Als Cio-Cio-San begreift, dass man ihr auch noch das Kind wegnehmen will, sieht sie keinen Ausweg mehr: Wie schon ihr Vater begeht sie den rituellen Selbstmord. Jenseits vordergründiger exotischer Klischees schält Regisseur R.B. Schlather die menschliche Tragödie heraus, für die Puccini, der Meister des Melos, so bewegende Klänge findet. Lorenzo Passerini: Inszenierung: R.B. Schlather Bühnenbild: Johannes Leiacker Kostüme: Doey Lüthi Choreografie: Sonoko Kamimura Licht: Olaf Winter Chor: Álvaro Corral Matute Dramaturgie: Konrad Kuhn In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: ca. 2 ¾ Std. inkl. 1 Pause nach 50 Min. Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
Aufführungen
| Aufführung
Intermezzo – Oper am Mittag
Oper Frankfurt am Main
Kultur und Kulinarik inmitten einer denkmalgeschützten Kulisse – die Lunchkonzerte sind in der Stadt angekommen und damit in der Mittagspause noch schneller zu erreichen. Vis-à-vis von der Oper in der Neuen Kaiser präsentieren Ihnen Sänger*innen des Opernstudios, Mitglieder der Paul-Hindemith-Orchesterakademie oder Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Kostproben ihrer Arbeit – ein kostenloses musikalisches Intermezzo. Ein Kooperationsprojekt der Deutsche Bank Stiftung und der Oper Frankfurt
Aufführungen
| Oper