Hochkarätiges Musiktheater ist das Markenzeichen der Oper Frankfurt. Mit Amtsantritt des Intendanten Bernd Loebe 2002 erhielt das künstlerische Profil des Hauses eine neue Prägung, zahlreiche Auszeichnungen und die positive Akzeptanz durch das Publikum bestätigen dies. Der Solisten, der Opernchor und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester stehen für Leistung auf höchstem Niveau. Avancierte Regiekonzepte sowie die Offenheit gegenüber zeitgenössischen Komponisten lenken auch internationales Interesse auf das traditionsreiche Haus. Gleichzeitig wird gängiges Opernrepertoire sorgfältig gepflegt.
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Oper Frankfurt am Main Willy-Brandt-Platz D-60311Frankfurt am Main
Dramma lirico in drei Akten
Text von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi
Schön und grausam ist die Prinzessin Turandot. Sie bricht mit allen Konventionen und bietet ihrem Volk ein blutiges Schauspiel.
Entgegen dem Wunsch ihres Vaters weigert sich Turandot zu heiraten. Sie stellt eine schier unmögliche Bedingung: Wer sie zur Frau haben will, muss drei Rätsel lösen. Wer jedoch daran scheitert, wird öffentlich hingerichtet. Auch Prinz Calaf, der als Flüchtling nach Peking gelangt, verfällt unmittelbar Turandots Aura. Als es ihm tatsächlich gelingt, alle drei Rätselfragen zu beantworten, wird die Prinzessin in ihren Grundfesten erschüttert. Turandot entfacht einen offenen Machtkampf, der am Ende auch unschuldige Opfer fordert.
Der aus Persien stammende Turandot-Mythos war für Giacomo Puccini eine willkommene Vorlage, um seine Musiksprache an die Entwicklungen der Moderne anzupassen. Seine Partitur besticht neben lyrischem Belcanto und buffoneskem Witz folglich mit rhythmischen Überlagerungen, beißenden Dissonanzen und schwebenden Klangfarben. In den zahlreichen Chorszenen hallt die Brutalität der politischen Massenbewegungen wider, die zur Entstehungszeit des Werkes Anfang der 1920er Jahre immer lauter wurden.
Inhaltlich verfolgten Puccini und seine Librettisten das Ziel, Turandots Wandlung von einer hassenden zu einer liebenden Frau plausibel zu erzählen. Ein Vorhaben, das nicht nur am hartherzigen Charakter der Protagonistin, sondern auch an Puccinis überraschendem Tod im Jahr 1924 scheiterte: Das abschließende Liebesduett zwischen Turandot und Calaf lag zu diesem Zeitpunkt lediglich als Skizze vor, die Oper blieb ein Fragment.
In unserer Neuinszenierung wird dem Werk ein neu komponierter Prolog aus der Feder von Lucia Ronchetti vorangestellt. Auf subtile Weise vermittelt sich darin das Vorgefühl einer Katastrophe, die schon in den ersten Takten von Puccinis Partitur ihren unaufhaltsamen Lauf nimmt.
Musikalische Leitung: Simone Di Felice
Inszenierung: Andrea Breth
Bühnenbild: Johannes Leiacker
Kostüme: Ursula Renzenbrink
Licht: Alexander Koppelmann
Chor, Kinderchor: Álvaro Corral Matute
Dramaturgie: Maximilian Enderle
Uraufführung 1926 / Mit dem Prolog Io tacerò von Lucia Ronchetti, Auftragswerk der Oper Frankfurt
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: ca. 2 Std. 5 Min. ohne Pause
Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
Termine
Sa 22.8.2026, 19:30 | Wiederaufnahme
Sa 29.8.2026, 19:30
So 6.9.2026, 18:00und weitere Termine
Sa 12.9.2026, 19:30
Fr 25.9.2026, 19:30
Sa 3.10.2026, 18:00
Ort
Opernhaus
Willy-Brandt-Platz
D-60311 Frankfurt am Main
Dramma giocoso in zwei Akten
Text von Lorenzo Da Ponte
Ein einziger Tag wirft das Leben von zwei heiratswilligen Paaren aus der Bahn. Guglielmo und Ferrando schließen mit ihrem älteren Freund Don Alfonso eine Wette auf die Treue ihrer Geliebten, Fiordiligi und Dorabella, ab. Don Alfonso ist sicher, dass er mit Hilfe der Zofe Despina die Untreue der beiden Schwestern beweisen kann. Die beiden Männer werden als Fremde verkleidet, um jeweils die Geliebte des anderen zu verführen. In diesem Spiel gehen vorgetäuschte und echte Gefühle ineinander über. Zum Schluss feiern die »falschen« Paare eine fingierte Doppelhochzeit, bevor die beiden Schwestern über die wahre Identität ihrer frischgebackenen Ehemänner aufgeklärt werden. Die sechs Beteiligten ziehen zwar ein scheinbar fröhliches und versöhnliches Fazit, doch das Lachen bleibt allen im Halse stecken. Finden sich die Liebenden in der ursprünglichen Zusammenstellung wieder? Nach Le nozze di Figaro und Don Giovanni stellen uns Mozart und sein Librettist Lorenzo Da Ponte in ihrem letzten gemeinsamen Werk sechs grundverschiedene Charaktere vor. Mal kritisch, mal besorgt und verständnisvoll begleiten sie die Figuren einer »komischen« Handlung, die jede Menge seelischer Abgründe freilegt. Die Regisseurin Mariame Clément stellt die Handlung als Bewährungsprobe vor einer geplanten Hochzeit dar. Im beweglichen Rahmen einer Parabel sind Projektionen in die Zukunft und Erinnerungen an die Vergangenheit ebenso vorstellbar wie Fantasien, Scheidewege und Zweifel.
Hochkarätiges Musiktheater ist das Markenzeichen der Oper Frankfurt. Mit Amtsantritt des Intendanten Bernd Loebe 2002 erhielt das künstlerische Profil des Hauses eine neue Prägung, zahlreiche Auszeichnungen und die positive Akzeptanz durch das Publikum bestätigen dies. Der Solisten, der Opernchor und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester stehen für Leistung auf höchstem Niveau. Avancierte Regiekonzepte sowie die Offenheit gegenüber zeitgenössischen Komponisten lenken auch internationales Interesse auf das traditionsreiche Haus. Gleichzeitig wird gängiges Opernrepertoire sorgfältig gepflegt.
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Opernhaus
Willy-Brandt-Platz
D-60311 Frankfurt am Main