Aufführungen / Oper
Oper Frankfurt
Frankfurt am Main, Willy-Brandt-Platz
- Morgen: Corinne Winters / Simon Lepper
- Premiere: Amor vien dal destino
- Premiere: Written on Skin
- Carmen
- 5. Sinfoniekonzert: Arabella Steinbacher / Marek Janowski
- Familienworkshop "Sänger*innen"
- Happy New Ears: Porträt Miroslav Srnka
- Oper für Kinder - Holle!
- Werkstätten-Führung – Die Kunst des Bühnenbaus
- Großer Kostümverkauf
- Kammermusik
- Die Passagierin
- Intermezzo – Oper am Mittag
- Kostümwesen-Führung – Vom Entwurf zum Kostüm
- Madama Butterfly
- 6. Sinfoniekonzert: Elias David Moncado / Thomas Guggeis
- Backstage-Führung – Blick hinter die Kulissen
- Opernworkshop "Madama Butterfly"
- Patrick Grahl / Klara Hornig
- Werther
- 7. Sinfoniekonzert: Kirill Gerstein, Thomas Guggeis
- Familienworkshop "Sehnsucht"
- Alice Coote / Julius Drake
- Oper für Kinder "Turandot"
- Tristan und Isolde
- Joseph Calleja / Sarah Tysman
- Happy New Ears: Porträt Iris ter Schiphorst
- 8. Sinfoniekonzert: Alexej Gerassimez / Thomas Guggeis
- Simon Bailey / Anne Larlee
- Happy New Ears: Porträt Hannah Kendall
- 9. Sinfoniekonzert
- Dagmar Manzel
- 10. Sinfoniekonzert
- Blog der Oper Frankfurt
- Die Oper Frankfurt ist das Musiktheater der Städtischen Bühnen in Frankfurt am Main.
Aufführungen / Theater
Kammerspiele Frankfurt
Frankfurt am Main, Neue Mainzerstr. 15
- Heute: Heute leider Konzert!

- Premiere: Paradiesvögel
- Die verlorene Ehre der Katharina Blum

- Die Frau vom Meer – Oder: Finden sich Rudimente einer UR-Fischart im menschlichen Gemüt?

- Dingens

- Cold Case: Gretchen brennt

- Das Bildnis des Dorian Gray
- Spiel des Schwebens

- Wir haben es nicht gut gemacht

- So langsam, so leise

- Bühne des Schauspiel Frankfurt
Aufführungen / Kulturveranstaltung
Bockenheimer Depot Frankfurt
Frankfurt am Main, Bockenheimer Depot
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Werther
Oper Frankfurt am Main
Drame lyrique in vier Akten Text von Édouard Blau, Paul Milliet und Georges Hartmann Uraufführung 1892 / Premiere vom 11. Dezember 2005 Ekstase und Resignation, Traum und Realität, sinnliches Begehren und Todessehnsucht – zwischen diesen Extremen bewegt sich Jules Massenets Erfolgsoper Werther. Im Zentrum dieses fieberhaften Dramas, das auf Goethes 1774 erschienenem Briefroman basiert, steht der Rechtspraktikant Werther und dessen unerfüllbare Liebe zu Charlotte. Diese hatte ihrer sterbenden Mutter versprochen, den erfolgreichen Albert zu heiraten. Charlotte weist Werther daraufhin immer wieder zurück, obwohl sie dessen Gefühle erwidert. Schließlich nimmt sich Werther am Weihnachtsabend das Leben. Jules Massenet übersetzt Goethes skandalumwitterten Roman in ein dichtes Netz aus lyrischen, dramatischen und grotesk-komischen Momenten. Seine 1892 uraufgeführte Partitur weist dabei in ihrer Plastizität bereits auf den musikalischen Verismo voraus. Willy Deckers Inszenierung, die seit mittlerweile 20 Jahren das Publikum begeistert, zeigt Werther als einen Traumwandler zwischen verschiedenen Realitäten. Seine anfängliche Euphorie mündet zunehmend in einem Alptraum. Musikalische Leitung: Felix Bender Inszenierung: Willy Decker Bühnenbild, Kostüme: Wolfgang Gussmann Licht: Joachim Klein Kinderchor: Álvaro Corral Matute In französischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: ca. 2 Std. 40 Min., inkl. 1 Pause nach ¾ Std. Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Madama Butterfly
Oper Frankfurt am Main
Japanische Tragödie in zwei Akten Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica Uraufführung 1904 / Premiere vom 22. Mai 2022 Die Beziehung zwischen Cio-Cio-San, genannt »Butterfly«, und dem US- amerikanischen Marineoffizier Benjamin F. Pinkerton beginnt als pro-forma-Heirat – und entwickelt ungeahnte Konsequenzen: Die junge Japanerin bricht mit ihrer Familie und hofft darauf, ihrer ärmlichen Herkunft zu entkommen; Pinkerton hingegen fühlt sich trotz der überwältigenden Gefühle, die auch in ihm aufkeimen, in dieser »Ehe auf Zeit« nicht gebunden. Als er abkommandiert wird, bleibt Cio-Cio-San zurück; sie erwartet ein Kind von ihm. Unbeirrbar wartet sie auf seine Rückkehr; ihre einzige Stütze ist die getreue Dienerin Suzuki. Doch als Pinkertons Schiff schließlich wieder in Nagasaki anlegt, platzt die Illusion: Er hat in Amerika eine andere Frau geheiratet. Als Cio-Cio-San begreift, dass man ihr auch noch das Kind wegnehmen will, sieht sie keinen Ausweg mehr: Wie schon ihr Vater begeht sie den rituellen Selbstmord. Jenseits vordergründiger exotischer Klischees schält Regisseur R.B. Schlather die menschliche Tragödie heraus, für die Puccini, der Meister des Melos, so bewegende Klänge findet. Lorenzo Passerini: Inszenierung: R.B. Schlather Bühnenbild: Johannes Leiacker Kostüme: Doey Lüthi Choreografie: Sonoko Kamimura Licht: Olaf Winter Chor: Álvaro Corral Matute Dramaturgie: Konrad Kuhn In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: ca. 2 ¾ Std. inkl. 1 Pause nach 50 Min. Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Intermezzo – Oper am Mittag
Oper Frankfurt am Main
Kultur und Kulinarik inmitten einer denkmalgeschützten Kulisse – die Lunchkonzerte sind in der Stadt angekommen und damit in der Mittagspause noch schneller zu erreichen. Vis-à-vis von der Oper in der Neuen Kaiser präsentieren Ihnen Sänger*innen des Opernstudios, Mitglieder der Paul-Hindemith-Orchesterakademie oder Studierende der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Kostproben ihrer Arbeit – ein kostenloses musikalisches Intermezzo. Ein Kooperationsprojekt der Deutsche Bank Stiftung und der Oper Frankfurt
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Die Passagierin
Oper Frankfurt am Main
Oper in zwei Akten, acht Bildern und einem Epilog Libretto von Alexander Medwedew Szenische Uraufführung 2010 Premiere vom 1. März 2015 »Wenn ich es schon überlebt habe und die anderen nicht, dann wohl, um zu bezeugen, was Auschwitz war.« Mit diesen Worten beschrieb Zofia Posmysz einer Schulklasse die Motivation für ihren Roman Die Passagierin. Der polnische Komponist Mieczysław Weinberg, der sowohl unter der Gewalt der SS als auch danach unter dem stalinistischen Terrorregime zu leiden hatte, fand in Dmitri D. Schostakowitsch einen Beschützer und Förderer. Von ihm erhielt er den Vorschlag, Zofia Posmysz’ Roman als Opernstoff zu vertonen. Regisseur Anselm Weber und Bühnenbildnerin Katja Haß ist die geschickte Verbindung verschiedener Zeitebenen und Räume – Gegenwart und Erinnerung – gelungen: Ende der 1950er Jahre, ein Schiff auf dem Weg nach Brasilien. Gemeinsam mit ihrem Mann Walter reist Lisa in eine neue Zukunft. Doch plötzlich erwacht durch eine Begegnung Lisas Vergangenheit als KZ-Aufseherin in Auschwitz zum Leben. Ist die mitreisende Passagierin die ehemalige Gefangene Marta? Lisa war von deren Tod überzeugt und steht ihr nun gegenüber. Walter sieht seinen Ruf als Botschafter in Gefahr und ist fassungslos – von der Vergangenheit seiner Frau wusste er nichts. Musikalische Leitung: Leo Hussain Inszenierung: Anselm Weber Szenische Leitung der Wiederaufnahme: Alan Barnes Bühnenbild: Katja Haß Kostüme: Bettina Walter Choreografie: Alan Barnes Video: Bibi Abel Licht: Olaf Winter Chor: Álvaro Corral Matute Dramaturgie: Norbert Abels In mehreren Sprachen mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: ca. 3 Std. inkl. 1 Pause nach 1 Std. 10 Min. Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Written on Skin
Oper Frankfurt am Main
Premiere: 1.3.2026 Oper in drei Teilen mit Musik von George Benjamin und einem Text von Martin Crimp nach der anonymen okzitanischen Erzählung Guillem de Cabestanh ̶ Le cœur mangé Uraufführung 2012, Grand Théâtre de Provence, Aix-en-Provence Ein reicher Mann will sich in einer Buchmalerei verherrlichen lassen. Das Resultat konfrontiert ihn mit einer unbequemen Wahrheit. Eigentlich besitzt der Protector alles, was er sich wünscht: Geld, Ländereien und den – wie er sagt – »stillen, gehorsamen Körper« seiner Ehefrau Agnès. Mit den Bildern, die er von sich anfertigen lässt, gerät seine Lebensrealität jedoch ins Wanken: Fasziniert von der Kunst und der empathischen Art des jungen Malers, beginnt Agnès eine Affäre mit ihm. Als die beiden dem Protector ihre Verbindung offenbaren, tötet der Betrogene den Maler und nötigt seine nichts ahnende Ehefrau, dessen Herz zu essen. Doch Agnès wendet selbst ihre größte Demütigung in einen persönlichen Triumph. George Benjamin schuf mit Written on Skin eine der erfolgreichsten Opern des 21. Jahrhunderts. Der Text von Martin Crimp basiert auf der mittelalterlichen Legende vom »verspeisten Herzen«, die sich um den Troubadour Guillem de Cabestanh rankt: Nach der Affäre mit der Ehefrau eines Gönners fand der Künstler einen gewaltsamen Tod. In einer glasklaren Sprache verdichtet Crimp den Stoff zu einem Drama, das durch Benjamins Musik eine ungeheure sinnliche Tiefe entwickelt. Formal gleicht die Oper einem Spiel im Spiel: Drei Engel, die sich mühelos zwischen Gegenwart und Vergangenheit bewegen, schlüpfen in verschiedene Rollen und treiben das Geschehen permanent voran. Schließlich werden sie zu Zeugen einer Tragödie, in der die Gewaltbereitschaft des Menschen ebenso aufscheint wie dessen schöpferisches Potenzial. Musikalische Leitung: Erik Nielsen Inszenierung: Tatjana Gürbaca Bühnenbild, Licht: Klaus Grünberg Kostüme: Silke Willrett Dramaturgie: Maximilian Enderle Dauer: ca. 1½ Std. ohne Pause In englischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt. Am 7. März findet das Nachgespräch Oper im Dialog und am 3. Mai die 9. Kammermusik anlässlich der Premiere von Written on Skin statt.
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Amor vien dal destino
Oper Frankfurt am Main
Premiere: 25.1.2026 Oper in drei Akten Text von Ortensio Mauro nach Vergil Uraufführung 1709, Hofoper, Düsseldorf Schon einmal führten die Wege von Agostino Steffani nach Frankfurt. Hier starb der Komponist 1728 auf der Durchreise nach Italien und fand im Kaiserdom seine letzte Ruhestätte. Fast 300 Jahre später erklingt im Frankfurter Opernhaus erstmals die Musik jenes Künstlers, der auch als Diplomat und hoher geistlicher Würdenträger Karriere gemacht hatte. Amor vien dal destino entstand neben sieben weiteren Opern in den 1690er Jahren für das neue Theater im Hannover’schen Leineschloss, wo der Venezianer Steffani im Dienst des Kurfürsten Ernst August als Hofkapellmeister tätig war. Uraufgeführt wurde das Werk allerdings erst 1709 in Düsseldorf. In kontrastierenden Arien, Rezitativen und Duetten sowie einer außergewöhnlichen instrumentalen und vokalen Farbigkeit erzählen Steffani und sein Librettist jene Aeneis-Episode, in der Aeneas und Turnus um die schöne Lavinia kämpfen. Durch die versprochene Heirat mit Turnus soll sie ihren Vater Latinus retten. Doch Amor hat ihr längst das Traumbild des Aeneas ins Herz gepflanzt … Nach einigen Irrungen und Wirrungen, die der Komponist mal reich verziert, mal überaus lyrisch oder auch derb komödiantisch gestaltet, finden Lavinia und Aeneas endlich zusammen. Gegen Amors Macht ist eben kein Kraut gewachsen. Zeitgenossen schätzten vor allem Steffanis Kammerduette. Georg Philipp Telemann und Georg Friedrich Händel ließen sich von seiner Musik beeinflussen. Mit Gottfried Wilhelm Leibniz und Königin Sophie Charlotte von Preußen unterhielt er regen Schriftverkehr und er vermittelte gar im Streit zwischen Kaiser Joseph I. und Papst Clemens XI., woraufhin er zum Gesandten des Heiligen Stuhls ernannt wurde. Während die Krimiautorin Donna Leon seiner bewegten Biografie 2012 einen Roman widmete, brachte Cecilia Bartoli fast zeitgleich seine Musik in mehreren Aufnahmen wieder zum Leuchten. Musikalische Leitung: Václav Luks Inszenierung: R.B. Schlather Bühnenbild: Anna-Sofia Kirsch Kostüme: Katrin Lea Tag Licht: Jan Hartmann Dramaturgie: Mareike Wink In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: ca. 3 ¾ inkl. 1 Pause Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Punch and Judy
Oper Frankfurt am Main
Oper in einem Akt Text von Stephen Pruslin Uraufführung 1968, Jubilee Hall, Aldeburgh (Suffolk) Eine tragische Komödie oder eine komische Tragödie? Ganz klar beides! Harrison Birtwistles Oper ist nichts für schwache Nerven. Die derbe und groteske Familientragödie besticht durch ihren typisch schwarzen britischen Humor: Da wirft ein Mann sein Baby ins Feuer, ersticht seine Frau Judy, sucht nach der schönen Polly, die er heiraten will, und begeht weitere Morde, bis er sie endlich findet. Benjamin Britten hatte den jungen Komponisten Birtwistle für dieses Auftragswerk des Aldeburgh Festival vorgeschlagen, weil er »mehr zu sagen hat als seine gleichaltrigen Komponisten-Kollegen«. Die Figuren aus Punch and Judy entstammen dem traditionellen englischen Puppenspiel. Der Titelheld Punch ist ein englischer Kasperl, der seine Wurzeln im italienischen Handpuppentheater hat. Typisierte Bewegungen und eine genau festgelegte Raumdramaturgie erzeugen eine theatrale Welt, die wirklicher erscheint als die Realität. Das Werk bricht mit Konventionen, folgt keiner erzählenden Handlung und überzeichnet das Geschehen. Birtwistles Musik ist hoch originell, witzig, frech und beweist Sinn für Skurrilitäten und Abgründe – das Werk eines damals »jungen Wilden« der britischen Avantgarde. Mit streng formalisierten Gesangslinien, klar zugeordneten Blasinstrumenten und Klangblöcken, die sich zu repetitiven Strukturen zusammenfügen, wird die kompositorische Struktur des Werkes hervorgehoben und Punch and Judy zum selten aufgeführten Erfolgsstück. Musikalische Leitung: Alden Gatt Inszenierung: Wolfgang Nägele Bühnenbild: Thilo Ullrich Kostüme: Marlen Duken Licht: Joachim Klein Dramaturgie: Deborah Einspieler In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: ca. 1 Std. 55 Min. ohne Pause Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Bockenheimer Depot und kurz vor der Wiederaufnahme als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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| Oper
Mitridate, re di Ponto
Oper Frankfurt am Main
Opera seria in drei Akten Text von Vittorio Amedeo Cigna-Santi nach Jean Baptiste Racine Uraufführung 1770, Teatro Regio Ducale, Mailand Der alternde König Mitridate will noch einmal heiraten. Doch er spürt, dass seine beiden Söhne ihm die Liebe seiner Verlobten Aspasia wie auch den Thron streitig machen könnten. Deshalb streut Mitridate nach einer Niederlage gegen die Römer das Gerücht, er habe in der Schlacht den Tod gefunden. Prompt bedrängt sein Ältester Farnace die junge Braut des Vaters, stattdessen ihn zu heiraten. Doch Aspasia liebt insgeheim dessen jüngeren Bruder Sifare und bittet ihn um Schutz gegen Farnaces Annäherungsversuche. Da erscheint der totgeglaubte König von Pontus; er wird begleitet von Ismene, der Farnace einst die Ehe versprach. Die Figuren beginnen, sich argwöhnisch zu belauern. Farnace, der im Bund mit den Römern steht, intrigiert gegen den Vater, während Sifare und Aspasia zwischen ihrer gegenseitigen Liebe und der Loyalität Mitridate gegenüber zerrissen werden. Der Rachsucht des eifersüchtigen Königs ausgeliefert, geraten sie in ihrer Verzweiflung in Todesnähe. Schier unglaublich, mit welchem psychologischen Feingefühl der erst 14-jährige Mozart die extremen Seelenzustände der Charaktere in Musik übersetzt! Eine Kette von zum Teil höchst virtuosen Arien zu den Klängen eines nicht weniger virtuos geführten Orchesters bezeugt nicht nur Mozarts Erfindungsgabe, sondern gewährt auch realitätsnahe Einblicke in das emotional aufgeladene familiäre Beziehungsgeflecht. Das Wunderkind bringt die starre Form der Opera seria schon in diesem Jugendwerk mit untrüglichem Theaterinstinkt und handwerklichem Können auf eine Weise zum Funkeln, die uns tief berührt. Musikalische Leitung: Leo Hussain Inszenierung: Claus Guth Szenische Leitung der Neuproduktion: Axel Weidauer Bühnenbild: Christian Schmidt Kostüme: Ursula Kudrna Choreografie: Sommer Ulrickson Licht: Olaf Winter Dramaturgie: Konrad Kuhn In Koproduktion mit dem Teatro Real, Madrid, dem Teatro di San Carlo, Neapel und dem Gran Teatre del Liceu, Barcelona In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: ca. 3 Std. inkl. 1 Pause nach 1 Std. 25 Min. Einführungen eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn im Holzfoyer und kurz nach der Premiere als Audioeinführung überall, wo es Podcasts gibt.
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Das Bildnis des Dorian Gray
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Der junge Dorian Gray steht dem Künstler Basil Modell, der ihn auf Leinwand verewigt. Als Dorian in den Bann des zynischen Dandys Lord Henry gerät, beginnt er ein ausschweifendes Leben des kompromisslosen Hedonismus. Immer weiter steigert sich das toxische Verhältnis zwischen Lord Henry, Basil und Dorian. Doch die Ausschweifungen bleiben nicht konsequenzlos und es zeigen sich Spuren des Verfalls – aber nur auf dem Bildnis. Es degeneriert, abgeschirmt und versteckt vor den Augen der Öffentlichkeit, zur grotesken Fratze, während Dorians Äußeres ewig jung, makellos und schön bleibt. Der Klassiker von Oscar Wilde über die (Un-)vergänglichkeit von Schönheit und verstecktes Begehren wird ergänzt und fortgeschrieben mit Texten des Dramatikers Marcus Peter Tesch, der in seinem Schreiben der Geschichte von Körpern und Körperbildern nachfühlt und diese in die Gegenwart holt. Regisseur Ran Chai Bar-zvi wurde zuletzt mit dem Kurt-Hübner-Regiepreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste ausgezeichnet und zum Festival »Radikal jung« eingeladen. Seine bildstarken Inszenierungen begegnen auch existenziellen Stoffen mit einer großen Leichtigkeit, ohne deren ernsten Kern zu verharmlosen. Mit »Das Bildnis des Dorian Gray« feiert Ran Chai Bar-zvi sein Debüt am Schauspiel Frankfurt. Regie und Bühne: Ran Chai Bar-zvi Kostüme: Belle Santos Musik: Evelyn Saylor Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Frank Kraus
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| Schauspiel
Paradiesvögel
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Premiere: 30.1.2026 Stell dir vor, dein Leben hat gerade erst so richtig angefangen und multiple Krisenlandschaften verstellen dir die Sicht auf die Zukunft. Gleichzeitig steigen die Anforderungen, um beim strammen Marsch nach vorn dabei zu sein. Wer darf mitmachen? Und wohin geht es überhaupt? Sinnkrisen, Verlustängste, Depression, Todessehnsucht: Kein Paradies in Sicht. Wie geht Trauern? Woher kommen Lebenswille, Wut, Kampfgeist? Wie entstehen Zusammenhänge? Ein Ensemble im Jungen Schauspiel macht sich auf Umwege. Konzept und Regie:: Martina Droste Bühne und Kostüme: Michaela Kratzer Musik: Max Mahlert Chorische Einstudierung: Christina Lutz Licht: Valentin Wittig
Aufführungen
| Schauspiel
Die Frau vom Meer – Oder: Finden sich Rudimente einer UR-Fischart im menschlichen Gemüt?
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Henrik Ibsen hat seine Frauenfiguren sorgfältig mit bürgerlichen Biographien ausgestattet. Die tiefere Herkunft einer Nora, einer Hedda oder einer Ella liegt aber, so könnte man vermuten, jenseits alles Bürgerlichen in einer Art Urkraft oder Naturgewalt, einem elementaren, atavistischen Begehren. So ist auch Ellida, die »Frau vom Meer«, eine Art Mischwesen: halb zweite Ehefrau des früh verwitweten Kleinstadtarztes Dr. Wangel, halb Meereswesen, das sich nach der willenlosen Weite des Ozeans zurücksehnt. Eine Nixe, zerrissen zwischen Freiheit und Bindung. Wie aber, wenn dieser Konflikt in jedem Menschen schlummerte? Sind wir nicht alle ein wenig Fisch? »Eine Fischart bildet ein Urglied in der Entwicklungsreihe des Menschen«, notierte schon Ibsen. Barbara Bürk, bekannt für den skurrilen Humor ihrer singenden, tanzenden und mitunter bitterböse ins Groteske schwingenden Arbeiten, begibt sich dieses Mal mit tatkräftiger Unterstützung des »nordischen Magus« Ibsen auf die Suche nach der Fischnatur im Menschen. Regie: Barbara Bürk Bühne & Kostüme: Anke Grot Musik: Markus Reschtnefki Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Jan Walther Bewegungscoach / GaGa-Class: Etay Axelroad ca. 1 Stunde 40 Minuten
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| Schauspiel
Wer hat meinen Vater umgebracht
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Die autofiktionalen Romane und Erzählungen von Édouard Louis schildern mit großer Intensität, wie Armut, Enge, Ausgrenzung, Homophobie und patriarchale Geschlechterrollen in bestimmten sozialen Schichten zu immer neuen Spiralen der Ausweglosigkeit und Gewalt führen. Dabei gelingt Louis das Kunststück, die Verstricktheit der Opfer und Täter und ihr Ausgeliefertsein an gesellschaftliche Machtstrukturen zu beleuchten, ohne dabei jemals in eine Unschärfe der Unterscheidung verschiedener Formen des Erleidens zu geraten. Auch der Täter ist Opfer – Handelt er aus Hilflosigkeit, Wut oder gesellschaftlich produzierter Autoaggression? – nichtsdestoweniger bleibt er Täter. Und das Opfer bleibt Opfer – selbst dann, wenn es die Täter versteht, wenn es gar in erzwungener Komplizenschaft mit ihnen kooperiert. In seinem Roman »Wer hat meinen Vater umgebracht« schildert Louis das hochgradig ambivalente Verhältnis zu seinem Vater, der den homosexuellen Sohn ablehnt, sich für ihn schämt, ihn ausliefert und misshandelt und der sein Kind dennoch liebt. Er schildert sein eigenes Erwachsenwerden als Geschichte eines Sohnes, der den Vater abstreifen muss, um leben zu können, und sich doch nichts mehr wünscht, als von ihm gesehen zu werden. Eine Geschichte der Zärtlichkeit und Gewalt, des Selbsthasses und der Anklage, die Lisa Nielebock als intensives und sensibles Kammerspiel zeigt. Regie: Lisa Nielebock Bühne: Oliver Helf Kostüme: Sofia Dorazio Brockhausen Musik: Thomas Osterhoff Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Frank Kraus 1 Stunde 20 Minuten ohne Pause
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Die verlorene Ehre der Katharina Blum
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Die 26-jährige Katharina Blum steht unter Verdacht, Mitwisserin einer umfangreichen Betrugsaffäre zu sein, nachdem sie eine Karnevalsparty mit einem gewissen – und ihr bis dato unbekannten – Ludwig Götten verließ. Nicht nur wird sie daraufhin stundenlang von der Polizei befragt, vor allem startet die ZEITUNG einen wahrhaftigen Shitstorm gegen die junge Hauswirtschafterin. Blum wird öffentlich als Mittäterin und »Flittchen« diffamiert, Aussagen von ihr nahestehenden Personen werden umformuliert und verfälscht wiedergegeben, die Boulevardredakteure lassen nicht mehr von ihr ab. »Wie Gewalt entstehen kann und wohin sie führt« lautet der erweiterte Titel dieser 1974 erschienenen Erzählung des Schriftstellers Heinrich Böll. Denn durch die Kampagne gegen Katharina Blum wird diese wirklich zur Täterin und erschießt den dafür verantwortlichen Journalisten. Heinrich Böll gibt in einer vorangestellten Notiz an: »Sollten sich (...) Ähnlichkeiten mit den Praktiken der Bild-Zeitung ergeben haben, so sind diese Ähnlichkeiten weder beabsichtigt noch zufällig, sondern unvermeidlich« und beschrieb die Erzählung später als Pamphlet, das auf die konfliktverstärkende Rolle des Boulevardjournalismus in der öffentlichen Beachtung der Roten Armee Fraktion Bezug nehme. Er selbst hatte sich zuvor als Opfer einer solchen Medienkampagne gesehen und stellt an Katharina Blums Fall das Vorgehen der Presse beispielhaft zur Schau. Die Regisseurin Sapir Heller inszeniert diese Erzählung als temporeiche Verfolgungsjagd, die auf die Nähe des inzwischen allgegenwärtigen Sensationsjournalismus zum heutigen Populismus verweist. Regie: Sapir Heller Bühne und Kostüme: Ursula Gaisböck Musik: Gustavo Strauß Video: Lion Bischof Dramaturgie: Lena Wontorra Licht: Ellen Jaeger Bühne und Kostüme: Ursula Gaisböck Musik: Gustavo Strauß Video: Lion Bischof Dramaturgie: Lena Wontorra Dauer: 1 Stunde 35 Minuten ohne Pause
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| Schauspiel
Dingens
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Fogra wird heiraten und niemand hat sich die Mühe gemacht, Dingens einzuweihen. Dingens ist der entfernte Verwandte und Untermieter von Fogras Eltern, Klamanope und Teigalech, und seine Kränkung ist der Auftakt zu diversen brutalen Machtspielen in der Familie und ihrer Umgebung. Hanoch Levin, Israels bekanntester und kontroversester Dramatiker, portraitiert in diesem Stück eine Gesellschaft, in der das Glück des Einen nur auf Kosten des Anderen zu haben ist, in der die Menschen ihr Selbstwertgefühl aus der Misere der anderen ziehen. Der bedauernswerte Dingens steht in dieser Versuchsanordnung, die bar jeder Solidaritätsregung ist, am Ende der Nahrungskette und begehrt wütend gegen die Missachtung seiner Mitmenschen auf. Die anderen Figuren sind sich einig in ihrer Ablehnung von Dingens, drohen sich aber gegenseitig auch permanent Liebesentzug und Grausamkeiten an – die Eheleute wenden sich gegeneinander, Fogra hält alle, einschließlich ihrer Eltern, zum Narren, eine zarte Liebeshoffnung wird im Keim erstickt. In einer Inszenierung der israelischen Regisseurin Sapir Heller wird diese groteske, bitterböse Komödie des 1999 verstorbenen Levin zum ersten Mal auf einer deutschsprachigen Bühne präsentiert. Hellers verdichtete und zugespitzte Spielfassung des Textes wird begleitet von Kompositionen des bekannten Jazzmusikers Omer Klein. Regie: Sapir Heller Bühne & Kostüme: Ursula Gaisböck, Sophia Profanter Musik: Omer Klein Dramaturgie: Eivind Haugland Licht: Ellen Jaeger ca. 2 Stunden, keine Pause
Aufführungen
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Spiel des Schwebens
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Irren ist menschlich. Unsere Irrtümer, Fehler und Schwächen, so scheint es, sind unweigerlich und für alle Zeit Teil der Bedingungen unserer Existenz: denn schon unser Geborensein in die Welt ist ein Eintritt in die Unvollkommenheit jener, die uns aufziehen, beschützen – und beschädigen. So war es immer. Aber muss es immer so bleiben? Darf es so bleiben? Wenn die neue Welt, die wir geschaffen haben, die Grundlagen unserer eigenen Existenz zu zerstören droht – braucht es dann nicht einen neuen Menschen? Ohne Trauma, ohne Fessel, verwurzelt allein im Augenblick – so soll Miko aufwachsen, Kind einer Zukunft, die beinahe bereits begonnen hat. Vesna und Nils schließen einen Vertrag mit Kali, einer nicht-menschlichen Erziehungsberaterin, die verspricht, ihre Tochter zu befreien von den Nachteilen der Herkunft. Bald schon zeigt sich, dass Kali weitaus mehr bewirkt als erhofft – oder befürchtet. Was für ein Mensch wird Miko sein? Gibt es eine Grenze dessen, was wir als »menschlich« betrachten? Und wenn ja: Ist die Grenze ein Irrtum gewesen? Anja Hillings neues Stück stellt faszinierende Fragen von beunruhigender Aktualität. Künstliche Intelligenz ist eine technologische Realität, deren Folgen wir noch lange nicht überblicken. Wie weit sind wir bereit, zu gehen? Regie: Christina Tscharyiski Bühne: Marlene Lockemann Mitarbeit Bühne und Kostüm: Nora Schreiber Kostüme: Miriam Draxl Musik: Cornelia Pazmandi Dramaturgie: Alexander Leiffheidt Licht: Frank Kraus ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause
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So langsam, so leise
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
»Ich weiß, dass wir darüber nicht reden können … Aber findest du nicht, dass diese ganze Sache mehr als nur ironisch ist? Dieser ganze Zerfall hier: Es ist erbärmlich und zugleich – konsequent … Ich weiß nicht, was ich verbrochen habe, dass das nun alles auf mich zurückfällt. Aber vermutlich braucht es gar keine Schuld für diese Strafe.« Eigentlich wollte Karen ihrem Vater nur einen Besuch abstatten, doch dessen Demenz und der Dauerregen zwingen sie, zu bleiben. Die unhaltbare Situation spült die Dämonen der Vergangenheit an die Oberfläche und plötzlich ist da ein Hund und die drängende Frage, ob der Hang hält. Es ist eine Welt, die sich buchstäblich vor den eigenen Augen aufzulösen scheint: Extremwetterereignisse bedrohen sicher geglaubte Rückzugsorte, die schwindenden Erinnerungen lassen die Identität bröckeln und reißen zugleich alte Wunden von neuem auf. Es ist ein Scheideweg, an dem die Protagonistin Karen steht. Doch woher kommt er und wohin wird er sie führen? Die Regisseurin Luise Voigt wurde mit ihrer Inszenierung »Die Gewehre der Frau Carrar /Würgendes Blei« mit Texten von Björn SC Deigner zum Theatertreffen 2025 eingeladen. Mit der Eröffnung der Kammerspiele setzen die Regisseurin und der Autor ihre erfolgreiche Zusammenarbeit fort. Zugleich stellt sich die für ihre außergewöhnlich starken inhaltlichen und ästhetischen Zugriffe bekannte Regisseurin mit dieser Arbeit erstmals am Schauspiel Frankfurt vor. Regie: Luise Voigt Bühne und Kostüme: Maria Strauch Musik und Video: Nicolas Haumann Choreografie: Minako Seki Dramaturgie: Lukas Schmelmer Licht: Jan Walther ca. 1 Stunde 40 Minuten, keine Pause
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| Schauspiel
Wir haben es nicht gut gemacht
Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
Liebe und Verletzung, Nähe und Distanz, Bewunderung und Abstoßung – all dies steckt in der Liebesbeziehung eines der berühmtesten Paare der deutschsprachigen Literatur. Ingeborg Bachmann ist eine gefeierte Lyrikerin, Star der Gruppe 47. Das legendäre Spiegel-Cover von 1954 hat sie ikonisch werden lassen. Max Frisch, ebenfalls erfolgreicher Autor, ist mit der Inszenierung seines Stückes »Biedermann und die Brandstifter« beschäftigt, als beide sich erstmals begegnen. Es ist das Frühjahr 1958. Frisch schreibt der jungen Autorin, wie begeistert er von ihrem Hörspiel »Der gute Gott von Manhattan« ist, Bachmanns Antwort darauf vom Juni desselben Jahres ist der Beginn eines Briefwechsels, der von eben diesem Kennenlernen bis etliche Jahre über die Trennung hinaus andauert. Die junge Regisseurin Susanne Frieling inszeniert die zugleich intime und literarische Liebesgeschichte als bewegendes Portrait zweier großer Schriftsteller:innen. Regie: Susanne Frieling Bühne: Devin McDonough Kostüme: Anna Sünkel Musik & Video: Max Windisch-Spoerk Dramaturgie: Katrin Spira 1 Stunde 40 Minuten ohne Pause Wir weisen Sie darauf hin, dass bei der Aufführung an einigen Stellen stroboskopartige Lichteffekte zum Einsatz kommen.
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Schauspiel Frankfurt - Kammerspiele
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