Als eines der international bedeutendsten Opernhäuser blickt die Wiener Staatsoper sowohl auf eine traditionsreiche Vergangenheit zurück als auch auf eine vielseitige Gegenwart: Jede Spielzeit stehen in rund 350 Vorstellungen mehr als 60 verschiedene Opern- und Ballettwerke auf dem Spielplan. Allabendlich sind neben den fest engagierten Ensemblemitgliedern internationale Stars auf der Bühne und am Dirigentenpult zu erleben, im Graben begleitet von einem einzigartigen Orchester: dem Staatsopernorchester, dessen Musiker in Personalunion den Klangkörper der Wiener Philharmoniker bilden.
Staatsoperndirektor Dominique Meyer öffnete das Haus 2013 auch virtuell mit einem innovativen Projekt: Wiener Staatsoper live at home ermöglicht Opern- und Ballettfreunden auf der ganzen Welt, die Vorstellungen in der Wiener Staatsoper auf digitalen Geräten zu verfolgen.
John Neumeiers Ballett Nijinsky zeichnet ein eindrucksvolles choreografisches Porträt des legendären Tänzers Vaslav Nijinsky.
In fragmentarischen Erinnerungen, Traumsequenzen und historischen Momenten aus seinem Leben eröffnet das Werk einen Blick in seine innere Welt. Kraftvolle Choreografie, Musik und symbolische Bilder verbinden sich zu einer Darstellung von Nijinskys künstlerischem Genie ebenso wie seines Ringens mit der psychischen Erkrankung.
Musikalische Leitung: Nathan Brock
Choreografie, Bühne, Kostüme & Licht: John Neumeier
Musik: Frédéric Chopin, Nikolai Rimski-Korsakow, Dmitri Schostakowitsch, Robert Schumann
Umsetzung Licht: Ralf Merkel
Termine
Mo 19.10.2026, 11:00 | Öffentliche Probe
Di 20.10.2026, 19:00 | Premiere
Do 22.10.2026, 19:00und weitere Termine
Sa 24.10.2026, 19:00
Di 27.10.2026, 19:00
Fr 30.10.2026, 19:00
Fr 6.11.2026, 19:00
Mo 9.11.2026, 19:00
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Oper in einem Akt nebst einem Vorspiel
Text Hugo von Hofmannsthal
Als die geplante Aufführung seiner Opera seria Ariadne auf Naxos im Palast eines Wiener Neureichen mit der Tanzmaskerade einer italienischen Komödientruppe zusammengelegt wird, ist der junge Komponist zunächst verzweifelt.
Dass er sich einverstanden erklärt, ist vor allem der Tänzerin Zerbinetta zu verdanken. In der Oper selbst begegnen wir Ariadne, verlassen und verzweifelt. Erst dem Gott Bacchus gelingt es, sie zu neuem Leben zu erwecken. In der mystischen Vereinigung der beiden bleibt noch Platz für Zerbinettas Spott: »Kommt der neue Gott gegangen, hingegeben sind wir stumm!«
Barrie Kosky verlegt den Beginn von Ariadne auf Naxos in die Villa Beer – ein großbürgerliches Wiener Haus um 1900. Hier trifft sich eine Gesellschaft, in der sich das wohlhabende Bürgertum mit Künstlern der Oper und der Operette umgibt – ein Ort, an dem Ernst und Unterhaltung, große Oper und leichte Muse selbstverständlich ineinandergreifen.
Für Kosky liegt die Herausforderung des Stücks im ständigen Umschlagen zwischen Pathos und Leichtigkeit. Diese Gegensätze treiben sich gegenseitig an und drohen immer wieder aus der Balance zu geraten. Wird das eine zu schwer, kippt das andere. Gerade aus diesem Momentum heraus entsteht jene Spannung, die den Abend trägt.
Zerbinetta und ihre Truppe gehören äußerlich zur Commedia dell’arte. Kosky legt jedoch offen, was sich hinter dieser Chiffre verbirgt: der Kosmos der Operette mit einer neuen Generation emanzipierter Frauen. Zerbinetta steht für Bewegung, Wechsel und die Freiheit, sich immer neu zu binden. Die Vorstellung, einem einzigen Mann treu zu bleiben, ist ihr fremd. Ariadne dagegen hält an genau dieser Idee fest – und mit ihr an einer Ernsthaftigkeit, die Schmerz und Verlust nicht relativiert. Zwischen beiden entsteht kein simpler Gegensatz, sondern ein Spannungsfeld zweier Haltungen zum Leben und zur Welt.
Am Ende steht Bacchus: Dionysos, der Gott des Theaters. Für Kosky ist er eine Figur, die diese Gegensätze nicht auflöst, sondern verwandelt. Das Theater beginnt dort, wo sich Tragisches und Komisches gegenseitig antreiben, Funken schlagen – und etwas Neues entsteht.
Musikalische Leitung: Franz Welser-Möst
Inszenierung: Barrie Kosky
Bühne: Rufus Didwiszus
Kostüme: Victoria Behr
Licht: Franck Evin
Sprache: Deutsch
Keine Pause
Termine
Do 19.11.2026, 11:00 | Öffentliche Probe
So 22.11.2026, 19:00 | Premiere
Mi 25.11.2026, 19:00und weitere Termine
Sa 28.11.2026, 19:00
Di 1.12.2026, 19:00
Sa 5.12.2026, 19:00
Sa 17.4.2027
Mi 21.4.2027
Sa 24.4.2027
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Commedia in zwei Akten
Text: Cesare Sterbini nach Pierre Augustin Caron de Beaumarchais
Der Graf von Almaviva ist in Rosina verliebt, und Rosina liebt den Grafen von Almaviva.
Alles wäre also wunderbar – wäre da nicht Don Bartolo, Rosinas Vormund, der sie weder aus dem Haus noch aus den Augen lässt. Er will Rosina selbst heiraten und kann auf die Unterstützung des Musiklehrers Don Basilio vertrauen, der ihn mit Informationen über den Nebenbuhler versorgt. Der engagierte Helfer des Grafen ist die Titelfigur: Figaro, Barbier von Sevilla und des Grafen ehemaliger Diener. Seine vielen guten Ratschläge haben vor allem umwerfend komische Bühnenszenen zur Folge und verhindern zumindest nicht, dass die beiden Liebenden am Ende zu einander finden.
Herbert Fritschs Inszenierung des Il barbiere di Siviglia geht zurück zu den Wurzeln des Werks in der Commedia dell’arte, um von dort aus etwas völlig Eigenständiges zu kreieren. Diese Kreation liegt zunächst buchstäblich in den Händen der Sängerinnen und Sänger, sie füllen die Commedia-Typen, von denen Rossini und sein Librettist Sterbini ausgingen, mit Leben in Form jener „Vergrößerung“ ins Groteske, die Herbert Fritschs Regiearbeiten auszeichnet. All das gänzlich ohne Requisiten, dafür in bemerkenswerter Ausstattung: Die Kostüme von Victoria Beer transferieren die Mode des Rokoko und die groteske „Maccaroni“-Perückenmode früher englischer Dandys aus dem 18. Jahrhundert in eine Fantasiewelt, die in Herbert Fritschs Bühnenbild ideal repräsentiert ist. Dort bilden großflächige farbige Folienbahnen computergesteuert ständig wechselnde Schauplätze: Gassen, Plätze, Gebäude oder einfach Orte, die den handelnden Figuren zur Bühne werden. Dabei bleibt die Bühne ständig in Bewegung, einmal stärker, dann zurückgenommener, aber ohne jemals stillzustehen. Das perfekte Ambiente, aber auch die perfekte Metapher für Rossinis Il barbiere di Siviglia.
Musikalische Leitung: Leonardo Sini
Inszenierung und Bühne: Herbert Fritsch
Kostüme: Victoria Behr
Licht: Carsten Sander
Sprache: Italienisch
Eine Pause
Termine
Di 13.10.2026, 19:00
Fr 16.10.2026, 19:00
Mo 19.10.2026, 19:30und weitere Termine
Fr 2.4.2027
Di 6.4.2027
Fr 9.4.2027
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Opéra comique in vier Akten
Text: Henri Meilhac & Ludovic Halévy nach Prosper Mérimée
Die freiheitsliebende Carmen wird von allen Männern begehrt. Obwohl keine ihrer Beziehungen anhält, verliebt sich der Soldat Don José unsterblich in sie, nachdem sie ihm kokett eine Blume vor die Füße geworfen hat.
Er desertiert, verzichtet auf eine sich anbahnende Beziehung zu Micaëla, einem Mädchen aus seinem Dorf, und schließt sich Carmens Schmugglerbande an. Auch diesmal erkalten Carmens Gefühle und sie interessiert sich nur mehr für den Stierkämpfer Escamillo. Vor der Arena eskaliert ein Streit zwischen Don José und Carmen: Voller Eifersucht tötet Don José seine ehemalige Geliebte.
Als Carmen die Uraufführung erlebte, war die Gegend der Handlung – Andalusien – gefährlich, jedenfalls ohne jede touristische Idylle. Um die ursprüngliche Atmosphäre des Stoffes wiederherzustellen, suchte Calixto Bieito nach einer Umgebung in Spanien, die dem damaligen Andalusien entspricht. Fündig wurde er im afrikanischen Teil Spaniens, in Ceuta: Die hier vorherrschende Mischung aus Armut, Schmuggel, Perspektivlosigkeit, Flüchtlingen, Soldaten inspirierte Bieito zu dieser Produktion. Wir erleben eine von Gewalt geprägte Gesellschaft, die dennoch versucht, dem Leben eine gewisse Freude, Schönheit, Freiheit und Liebe abzuringen.
Musikalische Leitung: Henrik Nánási
Inszenierung: Calixto Bieito
Szenische Einstudierung: Joan Anton Rechi
Bühne: Alfons Flores
Kostüme: Mercè Paloma
Licht: Alberto Rodriguez Vega
Sprache: Französisch
Altersempfehlung: 14 +
Werkeinführung: 30 Minuten vor der Vorstellung
im Gustav Mahler-Saal
Termine
Mi 14.10.2026, 19:00
Sa 17.10.2026, 19:00
Fr 30.4.2027und weitere Termine
Di 4.5.2027
Fr 7.5.2027
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Deutsches Singspiel in drei Aufzügen
Text: Johann Gottlieb Stephanie der Jüngere & Christoph Friedrich Bretzner
Dialogfassung Hans Neuenfels
Belmonte sucht seine Verlobte Konstanze, die mit Blonde und Pedrillo von Seeräubern entführt und an Bassa Selim verkauft wurde.
Dieser liebt Konstanze, doch sie bleibt Belmonte treu und nimmt drohende Qualen in Kauf. Ein Fluchtversuch der vier scheitert. Als Belmonte um Gnade bittet, erkennt der Bassa in ihm den Sohn seines Erzfeindes. Statt Rache zu nehmen, zeigt er Größe und schenkt allen die Freiheit – aus der Überzeugung, dass Güte stärker ist als Vergeltung.
»Es ist aufregend, wenn die Sänger den Schauspielern häufig das Sprechen überlassen. Nicht weil sie es nicht können, sie sprechen ja auch, sondern sie thematisieren die Frage des Singens und des Sprechens miteinander«, so Regisseur Hans Neuenfels im Gespräch mit dem Intendanten und Dramaturgen Klaus Zehelein. Durch die Verdopplung aller Gesangsrollen mit Schauspielerinnen und Schauspielern gelingt es Neuenfels, die innerseelischen Konflikte der Akteure in hochpoetischen Spiegelungen theaterwirksam werden zu lassen. In der Entführung aus dem Serail, so der Regisseur, setze Mozart existenzielle Fragestellungen in Musik; die Produktion nimmt diesen Faden auf und führt das Publikum tief in die unterschiedlichen Gefühlsebenen der Handelnden hinab. Hans Neuenfels: »Die unterschiedlichen Zustände der Wahrnehmung, des Empfindens, des Seins können durch die Aufspaltung der Figuren gleichzeitig stattfinden. Wir sind zugleich mehrere, und das wird durch diese Interpretation sichtbar, aber nicht im Sinne einer Schizophrenie. Die Identität ist keine feststehende Größe. Auf das ‚Ich‘ ist grundsätzlich kein Verlass.«
Musikalische Leitung: Constantin Trinks
Inszenierung: Hans Neuenfels
Bühne: Christian Schmidt
Kostüme: Bettina Merz
Licht: Stefan Bolliger
Dramaturgie und Regiemitarbeit: Henry Arnold
Sprache: Deutsch
Termine
Do 15.10.2026, 19:00
So 18.10.2026, 18:00
Mi 21.10.2026, 19:00und weitere Termine
Fr 23.10.2026, 19:00
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Bewertungen & Berichte Die Entführung aus dem Serail
Kindertheater
Geheimmission Zauberflöte
Wanderoper durch die Wiener Staatsoper
Kinderoper von Wolfgang Amadeus Mozart, Gerald Resch
Ein geheimnisvoller Vogel, eine sternenflammende Königin, Zauberinstrumente, Papageno, Rätsel, Gesang und so vieles mehr.
Das ist die neue Wanderoper für Kinder im Haus am Ring. Gemeinsam macht man sich auf, ein Abenteuer zu bestehen, und wandert über verschlungene Pfade durch die Wiener Staatsoper. Überall Musik, überall Theaterzauber und ein gemeinsames Eintauchen in die magische Welt der Oper. Theatermacherin Nina Blum hat nach ihren beiden Staatsopern-Erfolgen nun ein drittes Kinderopernprojekt entworfen, das sich an Mozarts Die Zauberflöte orientiert. Auf die Plätze, fertig – und staunen!
Dirigent: Stephen Hopkins
Konzept & Inszenierung: Nina Blum
Bühne & Raumkonzept: Marcus Ganser
Kostüme: Agnes Hamvas
Choreographie: Kathleen Bauer
Altersempfehlung: 6 +
Sprache: Deutsch
Termine
So 18.10.2026, 11:00
Di 20.10.2026, 10:30
So 25.10.2026, 11:00und weitere Termine
Mo 26.10.2026, 11:00
Sa 31.10.2026, 11:00
So 1.11.2026, 11:00
Mo 2.11.2026, 10:30
Mi 4.11.2026, 10:30
Fr 6.11.2026, 10:30
Mi 11.11.2026, 10:30
So 15.11.2026, 11:00
Mi 18.11.2026, 10:30
Sa 21.11.2026, 11:00
Mi 25.11.2026, 10:30
Fr 27.11.2026, 10:30
So 29.11.2026, 11:00
Do 3.12.2026, 10:30
Di 8.12.2026, 11:00
So 13.12.2026, 11:00
So 20.12.2026, 11:00
Di 22.12.2026, 10:00
Mi 23.12.2026, 10:30
Sa 26.12.2026, 11:00
Mi 6.1.2027
Do 3.6.2027
Ort
Wiener Staatsoper
Feststiege/Mahlersaal/Galerierundgang Opernring 2
A-1010 Wien
Favola in musica in fünf Akten und einem Prolog
Text: Alessandro Striggio
Das Glück des Sängers Orfeo und seiner Euridice ist von kurzer Dauer: Am Tag ihrer Hochzeit wird Euridice durch einen Schlangenbiss getötet.
Orfeo weigert sich, das Schicksal anzunehmen, und beschließt, in die Unterwelt hinabzusteigen, um Euridice zurückzuholen. Kraft seines Gesanges dringt er in das Totenreich vor und überredet dessen Herrscher, Proserpina und Pluto, Euridice freizugeben. Doch wird Orfeo die Bedingung gestellt, sich während des gemeinsamen Aufstiegs nicht nach ihr umzublicken. Auf dem Weg kommen Orfeo aber Zweifel, ob Euridice ihm wirklich folgt, sodass er sich zurückwendet. Da entschwindet ihm die Geliebte – diesmal für immer.
Regisseur Tom Morris nahm den alten Gedanken eines gemeinsamen höfischen Festes ernst und schuf für die Produktion eine Atmosphäre, die dem Publikum vermittelt, selbst Gast auf einer Hochzeit zu sein und in das bunte theatrale Ereignis miteinbezogen zu sein.
Musikalische Leitung: Stefan Gottfried
Inszenierung: Tom Morris
Bühne & Kostüme: Anna Fleischle
Licht: James Farncombe
Video: Nina Dunn
Choreografie & Bewegungsregie: Jane Gibson, Callum Hastie
Orchester: Concentus Musicus Wien
Sprache: Italienisch
Eine Pause
Werkeinführung: 30 Minuten vor der Vorstellung
im Gustav Mahler-Saal
Termine
So 25.10.2026, 19:00
Sa 31.10.2026, 19:00
Di 3.11.2026, 19:00
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Dramma lirico in vier Akten nach William Shakespeare
Text: Arrigo Boito
Desdemona hat sich in den ausländischen General Otello verliebt und gegen den Willen ihres Vaters geheiratet.
Jago, ein intriganter, bösartiger Fähnrich Otellos, will diesen zerstören. Und tatsächlich gelingt ihm dies auf raffinierte Weise: er kann Otello nach und nach überzeugen, dass seine Abgöttin Desdemona ihn betrügt. Erst nachdem Otello daraufhin seine Frau voller Hass und Eifersucht ermordet hat, wird ihm ihre Unschuld klar. Voller Reue ersticht sich Otello und nimmt sterbend mit einem Kuss Abschied von der geliebten Toten.
Die aktuelle Inszenierung – es ist die insgesamt achte an diesem Haus – stammt von Adrian Noble, der die Handlung gemeinsam mit seinem Ausstatter Dick Bird an den Beginn des 20. Jahrhunderts verlegt, um die Spannungen, die sich durch den Gegensatz zwischen der lokalen Bevölkerung und der fremden venezianischen Militärmacht ergeben, vor dem Hintergrund des Kolonialismus zu beleuchten. Zusätzliche Inspirationsquellen für die Produktion waren für Noble und Bird die künstlerischen Auseinandersetzungen skandinavischer Dramatiker und Maler mit dem Thema Eifersucht, das Shakespeare einst als gefährlichste menschliche Emotion einstufte.
Dirigent: Bertrand de Billy
Regie: Adrian Noble
Ausstattung: Dick Bird
Bühneneffekte: Basil Twist
Licht: Jean Kalman
Kampfmeister: Malcolm Ranson
Regieassistenz: Joanne Pearce
Sprache: Italienisch
Eine Pause
Termine
Mo 26.10.2026, 19:00
Mo 2.11.2026, 19:00
Do 5.11.2026, 19:00und weitere Termine
So 8.11.2026, 19:00
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Opéra comique in zwei Akten
Text: Jean Francois Alfred Bayard & Jules Henri Vernoy de Saint-Georges
Marie, als Findelkind vom 21. Regiment aufgezogen, wächst als Marketenderin inmitten ihrer vielen »Väter« auf und zieht mit den Soldaten in die Kriege.
In Tirol verliebt sie sich in den jungen Tonio, der aus Liebe zu ihr dem Regiment beitritt. Ihr gemeinsames Glück wird jedoch gestört, als eine angebliche Tante Marie auf ihr Schloss holt, um sie standesgemäß zu erziehen und mit einem passenden Ehemann zu verheiraten. Marie fühlt sich in der fremden Welt unwohl und sehnt sich nach ihrem einfachen Leben. Schließlich setzt sich die Liebe durch: Marie kehrt zu ihrem Regiment und zu Tonio zurück.
Laurent Pellys, Meister des liebevollen Humors und der Theaterkomik, schuf eine zeitlose, amüsante und überaus beliebte Inszenierung, die die herzerwärmende Oper Donizettis zur Referenzproduktion machte. Der erste Akt zeigt eine überdimensionale, mehrfach gefaltete Landkarte Tirols, die auf diese Weise eine imposante Berglandschaft vergegenwärtigt, im zweiten Akt bildet ein angedeuteter Salon den Rahmen für Slapstick-Einlagen und höchst skurrile Situationen am laufenden Band. Die Produktion entstand 2007 als Koproduktion der Wiener Staatsoper, der New Yorker Met und des Londoner Royal Opera House.
Musikalische Leitung: Evelino Pidò
Inszenierung und Kostüme: Laurent Pelly
Bühne: Chantal Thomas
Licht: Joël Adam
Choreografie: Laura Scozzi
Dialogfassung: Agathe Mélinand
Sprache: Französisch
Termine
So 1.11.2026, 19:00
Mi 4.11.2026, 19:00
Sa 7.11.2026, 19:00und weitere Termine
Di 10.11.2026, 19:00
Fr 13.11.2026, 19:00
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Melodramma giocoso in zwei Akten
Text: Felice Romani
Der mittellose und unsichere Nemorino liebt die reiche und belesene Adina.
Um sie zu gewinnen, erwirbt er beim Quacksalber Dulcamara einen Liebestrank – in Wahrheit eine Flasche Wein. Doch natürlich nicht der Wein sichert das Happy End, sondern sein liebendes Herz - und jenes, von Adina.
Otto Schenks klassische Inszenierung hüllt das Werk in ein warmes, »menschelndes« und heiteres Licht. In klaren Bildern erzählt er die Geschichte von Adina und Nemorino, formt aus den Opernfiguren anziehend gestaltete Charaktere, deren Glück man sich als Zuschauer förmlich herbeiwünscht. Wie so oft bei seinen Arbeiten zählt auch bei seiner L’elisir d’amore-Produktion in erster Linie eine Sinnlichkeit des Lebens und der Figuren – einem rein intellektuellen, »verkopften« Zugang stand er stets kritisch gegenüber. Oder, wie es eine langjährige Mitarbeiterin und Oberspielleiterin formulierte: »Wenn man über Otto Schenks Arbeiten spricht, ist die Kernaussage wohl, dass es ihm immer um den Menschen ging. Mit Mitgefühl, mit einem liebevollen, aber durchaus auch kritischen Blick.«
Musikalische Leitung: Leonardo Sini
Inszenierung: Otto Schenk
Bühne und Kostüme: Jürgen Rose
Sprache Italienisch
Termine
Di 17.11.2026, 20:00
Do 19.11.2026, 19:30
Do 13.5.2027und weitere Termine
Sa 15.5.2027
Di 18.5.2027
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Tragedia giapponese
Text: Luigi Illica & Giuseppe Giacosa
Für den Marineleutnant Benjamin Franklin Pinkerton ist die Ehe mit Cio-Cio-San, genannt Butterfly, eine unverbindliche Annehmlichkeit während seines Aufenthalts in Nagasaki.
Cio-Cio-San nimmt die Hochzeit dagegen sehr ernst. Sie tritt zum christlichen Glauben über und nimmt den Bruch mit ihrer Familie in Kauf. Pinkerton kehrt in die USA zurück.
Als er nach drei Jahren zurückkehrt, wird er von seiner neuen Frau begleitet. Sie kommen, um das Kind zu sich zu holen, das Cio-Cio-San nach Pinkertons Abreise geboren hat. Sie bereitet das Kind zur Abreise vor und nimmt sich das Leben.
Die poetische, mit japanischen Stilelementen arbeitende Inszenierung des 2008 verstorbenen Hollywoodregisseurs Anthony Minghella wurde von der Metropolitan Opera New York, der English National Opera und dem Litauischen Nationaltheater für Oper und Ballett koproduziert. Für die Premiere an der Wiener Staatsoper am 7. September 2020 übernahm Carolyn Choa die aufwändige Neueinstudierung. Choa, die mit Anthony Minghella verheiratet war, schuf Choreographien für zahlreiche Operninszenierungen und inszenierte auch selbst; für die Choreographie in Minghellas Inszenierung von Madama Butterfly erhielt sie zusammen mit dem Regisseur einen Olivier-Award.
Musikalische Leitung: Giampaolo Bisanti
Inszenierung: Anthony Minghella
Regie und Choreographie: Carolyn Choa
Bühne: Michael Levine
Kostüme: Han Feng
Licht: Peter Mumford
Puppendesign und -regie: Blind Summit Theatre Mark Down & Nick Barnes
Termine
Mi 18.11.2026, 19:00
Fr 20.11.2026, 19:00
Di 24.11.2026, 19:00
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Luisa, die Tochter des Veteranen Miller, liebt einen jungen Jägerburschen, der mit dem Herrschaftsantritt des neuen Feudalherren in ihr Dorf gekommen ist. Aber auch Wurm, der Schlossverwalter, ist in Luisa verliebt. Er enthüllt ihrem Vater die wahre Identität des vermeintlichen Jägerburschen: Es ist Rodolfo, der Sohn des Feudalherren, was eine Ehe mit Luisa aus Standesgründen unmöglich macht. Rodolfo will um seine Liebe kämpfen, doch dabei geraten er und Luisa in die Fallstricke der intriganten und korrupten Hofgesellschaft.
Verdis abgründig-brillante, ausdrucks- und emotionsgesättigte Musik zelebriert nicht nur die Hingabe an große Leidenschaften, sondern macht auch die bedrückende und abstoßende Enthemmung ihrer Abgründe erfahrbar. Verdi war 36 Jahre alt, als er 1849 in Neapel Luisa Miller zur Uraufführung brachte. Die Oper entstand kurz vor der „volkstümlichen Trias“ Rigoletto, Troubadour, Traviata (1851-53). Aufgrund der Dichte ihrer musikalischen Inspiration ist die Oper ein vollgültiges Werk aus Verdis Reifezeit, mit Vorgriffen sogar auf das Schlussbild des Otello: Beide Finali schildern den Eifersuchtsmord eines Liebenden an seiner Geliebten, die er aufgrund einer Intrige für treulos hält.
Musikalische Leitung. Daniele Callegari
Inszenierung & Bühne: Philipp Grigorian
Kostüme: Vlada Pomirkovanaya
Choreographie: Anna Abalikhina
Licht: Franck Evin
Video: Patrick K.-H.
Sprache: Italienisch
Eine Pause
Werkeinführung: 30 Minuten vor der Vorstellung im Gustav Mahler-Saal
Termine
Mo 23.11.2026, 19:00
Fr 27.11.2026, 19:00
Mo 30.11.2026, 19:00
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Rastloser Dandy erkennt in einer bürgerlichen Frau zu spät seine große Liebe. Zerrissene Briefe. Zerstörte Leben.
Mit seiner Adaption von Puschkins Versroman Eugen Onegin schuf John Cranko ein Meisterwerk des Erzählballetts und eines der berühmtesten Handlungsballette des 20. Jahrhunderts. Die im Unglück endende Liebesgeschichte von der jungen Frau Tatjana und dem Antihelden Onegin zeichnet Meisterchoreograf John Cranko zu verschiedenen Werken Tschaikowskis, jedoch nicht zu dessen Oper Eugen Onegin. Die Emotionen und Leidenschaften seiner Figuren werden, wie durch ein Brennglas betrachtet, zum Motor seiner Dramaturgie, die sich allein durch den Tanz erzählt.
»Ach, warum kamen Sie aufs Land, wo wir so still verborgen waren? Ich hatte nimmer Sie gekannt und nie solch Herzeleid erfahren.« Tatjanas verzweifelter, nach Onegins Liebe suchender Brief ist seit John Crankos erstmals mit dem Stuttgarter Ballett 1965 aufgeführtem Onegin nicht nur Literaturliebhaberinnen, sondern auch Ballettkennern ein Begriff. Crankos choreografische Adaption des Versromans von Alexander Puschkin zählt zu den berühmtesten Handlungsballetten des 20. Jahrhunderts sowie zu den Meisterwerken des südafrikanischen Choreografen, der mit seiner Ballettkunst und seinem direktorialen Gespür für die Förderung von Tänzerinnen und anderen Künstlerinnen nicht nur das »Stuttgarter Ballettwunder« schuf, sondern dessen Arbeit im Südwesten Deutschlands seit den 1960er Jahren eines der wichtigsten Kapitel der deutschen Ballettgeschichte markiert.
Die Choreografie changiert zwischen großen Ensembleszenen, intimen Momenten der vier Hauptfiguren und emotionalen Pas de deux. Onegin steht maßgebend für die Interpretation und den Anspruch Crankos an das Handlungsballett: »Sein Sinn stand«, so Hartmut Regitz, »nach einem neuen Typus des abendfüllenden Balletts, einem Typus, der sich durch die Klarheit der Handlung und psychologische Profilierung der Charaktere auszeichnete und in gigantischen Pas de deux gipfelte, die mit ihrem Emotionsreichtum und ihrer choreografischen Radikalität tänzerische Dimensionen und Ausdrucksbereiche erschlossen, die man bis dahin nicht gekannt hatte.«
Musikalische Leitung: Paul Connelly
Choreografie & Inszenierung: John Cranko
Musik: Piotr I. Tschaikowski in einem Arrangement von Kurt-Heinz Stolze
Bühne und Kostüme: Elisabeth Dalton
Licht: Steen Bjarke
2 Pausen
Termine
So 29.11.2026, 19:00
Fr 4.12.2026, 19:30
Fr 11.12.2026, 20:00und weitere Termine
Mo 14.12.2026, 20:00
Mi 16.12.2026, 20:00
Ort
Wiener Staatsoper
Großer Saal Opernring 2
A-1010 Wien
Gesang: Simon Keenlyside
Pianist: Malcolm Martineau
Bei den mittlerweile traditionellen Solokonzerten erleben Sie weltweit bedeutende Sängerinnen und Sänger nicht wie üblich in Opernproduktionen, sondern mit eigens zusammengestellten Lied- und Arienprogrammen.
Bewertungen & Berichte Solokonzert Simon Keenlyside
Konzert
Ensemblematinee
Pianist: Alexander Soloway
Solist 2: Leonardo Neiva
Mitglieder des Ensembles der Wiener Staatsoper gestalten im Gustav Mahler-Saal eine etwa einstündige Matinee, in der sie sich jenseits der großen Opernbühne mit Liedern und Arien präsentieren. Begleitet werden sie von Pianistinnen und Pianisten der Wiener Staatsoper.
Violine:
Thomas Küblböck
Petra Kovačič
Georg Wimmer
Katharina Engelbrecht
Maxim Brilinsky
Maria Ehmer
Saskia Roczek
Viola: Christoph Hammer, Thomas Hajek
Violoncello: David Pennetzdorfer, Benedikt Sinko
Kontrabass: Iztok Hrastnik
Franz Schubert: aus den Deutschen Tänzen
Erich Wolfgang Korngold: Lento religioso aus der Symphonischen Serenade op. 39
Hugo Wolf: Italienische Serenade
Johannes Brahms: aus den Liebeslieder-Walzern op. 52
Oscar Straus: Serenade für Streicher op. 35
»Kammermusik der Wiener Philharmoniker« ist eine Reihe an Kammermusikkonzerten, die über die gesamte Saison verteilt sind.
Im Mahler-Saal werden Sie von Musiker*innen der Wiener Philharmoniker bei jedem Termin mit einer Auswahl an verschiedensten Werken unterschiedlicher Komponist*innen überrascht.
Bewertungen & Berichte Online-Shop der Wiener Staatsoper
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Wiener Staatsoper
Als eines der international bedeutendsten Opernhäuser blickt die Wiener Staatsoper sowohl auf eine traditionsreiche Vergangenheit zurück als auch auf eine vielseitige Gegenwart: Jede Spielzeit stehen in rund 350 Vorstellungen mehr als 60 verschiedene Opern- und Ballettwerke auf dem Spielplan. Allabendlich sind neben den fest engagierten Ensemblemitgliedern internationale Stars auf der Bühne und am Dirigentenpult zu erleben, im Graben begleitet von einem einzigartigen Orchester: dem Staatsopernorchester, dessen Musiker in Personalunion den Klangkörper der Wiener Philharmoniker bilden.
Staatsoperndirektor Dominique Meyer öffnete das Haus 2013 auch virtuell mit einem innovativen Projekt: Wiener Staatsoper live at home ermöglicht Opern- und Ballettfreunden auf der ganzen Welt, die Vorstellungen in der Wiener Staatsoper auf digitalen Geräten zu verfolgen.