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Ausstellungen | Ausstellung

Italien vor Augen

Städel Museum

Auf dem Canal Grande schippernde Gondolieri, der schiefe Turm von Pisa oder die Altertümer Roms: Zahlreiche Fotografien von Giorgio Sommer (1834–1914), dem Unternehmen der Gebrüder Alinari (gegr. 1854), von Carlo Naya (1816–1882) oder auch von Robert Macpherson (1814–1872) prägten das Bild von Italien als Sehnsuchtsort. Das Städel Museum präsentiert in einer Ausstellung mit 90 Werken eine Auswahl der frühen Italienfotografie der Jahre 1850 bis 1880 aus der eigenen Sammlung. Seit Generationen träumen die Menschen sich in den mediterranen Süden. Mit der Erschließung des Landes durch Eisenbahnen im 19. Jahrhundert entwickelte sich ein reger Tourismus. Für die Reisenden wurden Fotografien der Hauptanziehungsorte noch vor Erfindung der Bildpostkarte zu einem beliebten Souvenir und per Versandhandel international vertrieben. Auch für die sich in jenen Jahren etablierende Disziplin der Kunstgeschichte eröffnete das Medium mit fotografischen Kunstreproduktionen neue Möglichkeiten. In den 1850er-Jahren erwarb der damalige Direktor des Städelschen Kunstinstituts Johann David Passavant Fotografien für die Sammlung des Museums. Sowohl das kunstinteressierte Publikum als auch die Schüler der angegliederten Kunstakademie sollten sich anhand der Abzüge eine Vorstellung vom Süden Europas und seinen Kunst- und Naturschätzen machen. Damit rückte die Ferne näher und gleichzeitig bestimmten die im Umlauf befindlichen Motive, was als sehenswürdig zu erachten ist. Noch heute wirken die Szenerien von damals fotografisch nach. Kuratorin: Dr. Kristina Lemke (Sammlungsleiterin Fotografie, Städel Museum) (Bild: Carlo Naya (1816–1882), Venedig: Blick auf Markusbibliothek, Campanile und Dogenpalast, um 1875; Albuminpapier auf Karton, 41,3 x 54,1 cm; Städel Museum, Frankfurt am Main)
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Löwen sind blau, Bären grün. Warum nicht?

Kunstraum in Churfranken

Dem Leben Ausdruck verleihen Wir erstellen Kunstwerke und sind durch zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland und durch Preisverleihungen überregional bekannt. Darauf sind wir sehr stolz. Die unverwechselbaren Bildsprachen in Aquarell, Gouache und Tusche laden zu einer Entdeckungsreise ein. Die Werke unserer Künstler lassen sich einer Kunstrichtung nicht eindeutig zuordnen und verdeutlichen vielleicht deshalb die besondere Bedeutung von Kunst für die Persönlichkeitsentfaltung. Vernissage ist am 29.04.2023 um 19:00 Uhr im Löw Haus samstags und sonntags von 14 - 18 Uhr
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Tenebris Elysium (Im dunklen Gefilde)

Kunstraum in Churfranken

Mein Name ist Delila Berger, bin 40 Jahre alt. Ich wurde am 12. November 1982 in Sachsen geboren. Zudem arbeite Ich unter dem Künstlernamen Rose Black und lebe seit einiger Zeit in Unterfranken. Wie kam ich zur Malerei ? Schon als kleines Mädchen habe ich meine Umgebung intensiv beobachtet. Seitdem habe ich viel gezeichnet. Seit einiger Zeit male ich die Dinge die mich und meine Mitmenschen insgeheim und ernstzunehmend betreffen. Wie kam ich zu diesem Künstlernamen ? Nun, eines schönen Tages entdeckte ich eine wilde Naturrose. Diese war so tiefrot, dass sie einen fast schwarz erschien. Seitdem ging mir diese Rose nicht mehr aus dem Sinn. Stil und Art meiner Bilder : Sie repräsentieren die andere Seite der Existenz, die die meisten Menschen gerne unterdrücken. Diese Dinge bewegen mich. Somit kann ich sie auch gleichzeitig verarbeiten. Ich bin eine sehr nachdenkliche Person (abweichende Kunst) Meine Vorbilder : Ich bewundere Künstler, die in ihrer Einzigartigkeit gedeihen. Meine Favoriten sind : Hans Rudolf Giger, Salvador Dali, Albrecht Dürer und Victoria Francés & all die noch unentdeckten Rohdiamanten. Bisherige Ausstellungen: April 2018, Ausstellung im Rathaus von Schweinfurt Juni 2018, Ausstellung in Geldersheim November 2018, Vernissage und Ausstellung im Rathaus und in der Bibliothek in Nüdlingen Februar 2019, Ausstellung und Vernissage in der Disharmonie in Schweinfurt Meine Markt-Positionierung Vernissage 30.09.2023 um 19:00 Uhr Löw Haus samstags und sonntags von 14 - 18 Uhr
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Why So Serious?

Kunstraum in Churfranken

Anders – Überraschend – Interaktiv Machen Sie sich auf eine besondere Ausstellung, welche mit einer Vernissage der anderen Art beginnt. Was Sie genau erwartet, wird allerdings noch nicht verraten. Wir freuen uns auf Sie! Vernissage 25.03.2023 um 19:00 Uhr Löw Haus Die Ausstellung ist samstags und sonntags von 14 - 18 Uhr geöffnet
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10 Jahre Kunstraum in Churfranken e.V.

Kunstraum in Churfranken

Jubiläumsausstellung Vernissage 04.11.2023 um 19:00 Uhr Löw Haus samstags und sonntags von 14 - 18 Uhr
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Hinter dem Spiegel

Kunstraum in Churfranken

Vernissage 02.09.2023 um 19:00 Uhr Löw Haus samstags und sonntags von 14 - 18 Uhr
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Inside

Kunstraum in Churfranken

Vernissage 05.08.2023 um 19:00 Uhr Löw Haus samstags und sonntags von 14 - 18 Uhr
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Mit Jaru unterwegs

Kunstraum in Churfranken

Vernissage 01.07.2023 um 19:00 Uhr Löw Haus Ausstellung bis 30.07.2023 samstags und sonntags von 14 - 18 Uhr
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S.O.S.

Kunstraum in Churfranken

Kunsthaus Rhenania aus Köln Vernissage 27.05.2023 um 19:00 Uhr Löw Haus samstags und sonntags von 14 - 18 Uhr
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Von uns für euch - Mitgliederausstellung 2022

Kunstraum in Churfranken

jeweils Sa. und So, von 14 bis 18 Uhr
Ausstellungen | Kulturveranstaltung

Kunstraum in Churfranken

Das Programm bietet Workshops, Straßenfeste, Ausstellungen oder offene Ateliers.
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Amna Elhas­san

Schirn Kunsthalle Frankfurt

Mit ihren Gemäl­den und Drucken porträ­tiert die Künst­le­rin Amna Elhas­san (*1988) die sozio-poli­ti­schen Verän­de­run­gen und den kultu­rel­len Wider­stand im Sudan mit beson­de­rem Augen­merk auf den Frauen in ihrem Land. In der öffent­lich zugäng­li­chen Rotunde präsen­tiert die SCHIRN die erste groß­for­ma­tige Wand­ma­le­rei DECEM­BER (2022) der Künst­le­rin, die sie spezi­fisch für den Raum konzi­piert und reali­siert hat. In dem groß­for­ma­ti­gen Panora­ma­ge­mälde verar­bei­tet Elhas­san die Zerschla­gung der Demo­kra­tie­be­we­gung im Sudan und nimmt Bezug auf das Massa­ker von Khar­tum am 3. Juni 2019. Mit diesem been­de­ten Regie­rungs­trup­pen gewalt­sam die fried­li­che Dezem­ber-Revo­lu­tion, die mit landes­wei­ten Protes­ten und einer drei­mo­na­ti­gen Beset­zung des Plat­zes vor dem Mili­tär­haupt­quar­tier in Khar­tum zum Sturz der 30-jähri­gen Dikta­tur des ehema­li­gen Präsi­den­ten Omer Al-Bashir geführt hatte. Zudem zeigt Elhas­san im inne­ren Rotun­den-Umgang im ersten Ober­ge­schoss 23 Gemälde und Drucke, die seit 2019 entstan­den sind, einige davon eigens für die Ausstel­lung. Die Arbeit der Künst­le­rin hat mit der suda­ne­si­schen Revo­lu­tion 2018/2019 eine nach­hal­tige Wendung erfah­ren. Das zentrale Thema ihrer Werk­aus­wahl für die SCHIRN ist der Status der Frauen im Sudan sowie die Wahr­neh­mung ihrer Körper durch die Gesell­schaft. Eine Auswahl von Alltags­sze­nen sowie Porträts suda­ne­si­scher Frauen, deren Stärke und Wider­stands­fä­hig­keit im poli­ti­schen und gesell­schaft­li­chen Umbruch die Künst­le­rin mit ihrer Arbeit zele­briert, wird gezeigt. Charak­te­ris­tisch für Elhass­ans Malweise sind das Expe­ri­men­tie­ren mit unter­schied­li­chen Tech­ni­ken, darun­ter analoge und digi­tale Zeichen­tech­ni­ken, Öl-, Acryl- und Sprüh­far­ben, sowie das Arbei­ten in Schich­ten auf Lein­wand und Papier. Elhas­san erwei­tert in der Schirn den Bild­raum der Gemälde über die Lein­wand hinaus. EINTRITT FREI
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Heinrich Kühn. Vom Wesen der bildmäßigen Fotografie

Städel Museum

Heinrich Kühn (1866–1944) studierte zunächst Medizin, bevor er sich als führender Vertreter der kunstfotografischen Bewegung einen Namen machte. Um 1900 vernetzten sich Amateurfotografen international in Vereinigungen und setzten sich für die Anerkennung der Fotografie als eigenständige Kunstgattung ein. Im Zuge der Industrialisierung des Fotografiegewerbes gab es kaum mehr individuell hergestellte Aufnahmen. Atelierstudios fertigten immer gleiche Ansichten nach standardisierten Mustern an. In Abgrenzung zu dieser Massenware verschrieb sich Kühn der „bildmäßigen“ Fotografie. Darunter verstand er eine Darstellungsweise, die von ästhetischen Gesichtspunkten geleitet war. Effektvoll setzte er Schärfe und Unschärfe ein, um aus seinen Motiven das Charakteristische herauszuarbeiten und dabei Nebensächliches auszublenden. Malerische, druckgrafische oder zeichnerische Effekte erzielte er durch sogenannte Edeldrucke. Das sind fotografische Verfahren, die eine Manipulation während des Herstellungsprozesses erlauben. Eine dieser Techniken war der Gummidruck, mit dem Kühn bevorzugt experimentierte. Da er ein besonders breites Spektrum an Hell-Dunkel-Abstufungen erzielte und die besondere Körnung einen malerischen Aspekt lieferte, wurde er in Fachkreisen bekannt. In Auseinandersetzung mit den Strömungen der Malerei seiner Zeit – Naturalismus, Postimpressionismus und Symbolismus – griff Kühn auf tradierte Themen zurück: Vor allem Interieurs, Stillleben, Landschaften und Porträts sowie den weiblichen Akt inszenierte er vor seiner Kamera. Auch durch das teils große Format der aufwendig gerahmten Abzüge sollte die Fotografie mit den anderen Künsten gleichgestellt werden. Kühn trug erheblich dazu bei, die Fotografie als künstlerisches Ausdrucksmittel zu etablieren. Über das Kabinett für die moderne Fotografie Seit der Umgestaltung des Sammlungsbereichs Kunst der Moderne im Sommer 2022 ist erstmals ein dauerhaftes Kabinett für die moderne Fotografie Teil der Sammlungspräsentation. In den 1850er-Jahren begann der erste Sammlungsinspektor des Städel Museums, Johann David Passavant, mit dem Erwerb von Fotografien für die Lehrsammlung. Der lange aus dem Blickfeld geratene Bestand wurde 2011 und 2013 durch Erwerbungen der Sammlungen von Uta und Wilfried Wiegand sowie Annette und Rudolf Kicken signifikant ausgebaut. Viele weitere Schenkungen und Ankäufe folgten. Mit über 5.000 Fotografien, aus den Anfängen des Mediums bis in die Gegenwart, verfügt das Städel Museum über einen exzellenten Sammlungsbestand, dem dieses Kabinett mit wechselnden Ausstellungen gewidmet ist.
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GUIDO RENI. Der Göttliche

Städel Museum

Missverstanden, verdrängt, vergessen – In einer groß angelegten Ausstellung entdeckt das Städel Museum den einstigen Malerstar des italienischen Barock wieder: Guido Reni (1575–1642). Erstmals seit über 30 Jahren führt die Ausstellung seine faszinierenden Gemälde, Zeichnungen und Radierungen wieder zusammen. Zu seiner Zeit war Reni einer der erfolgreichsten und gefeiertsten Maler Europas, begehrt bei den bedeutendsten Auftraggebern, zu denen etwa der Borghese-Papst Paul V., der Herzog von Mantua oder die englische Königin zählten. Im 19. Jahrhundert aufgrund anderer ästhetischer Vorlieben kaum geschätzt und später durch die einseitige Konzentration auf seinen zeitweisen Rivalen Caravaggio in die zweite Reihe verdrängt, hat er heute im allgemeinen Bewusstsein nicht mehr den Platz, den er verdient. Erstmals seit über 30 Jahren führt das Städel Museum in Zusammenarbeit mit dem Museo Nacional del Prado in Madrid rund 130 seiner faszinierenden Gemälde, Zeichnungen und Druckgrafiken zusammen und eröffnet einen neuen Blick auf Guido Reni. Der Maler war zutiefst religiös und zugleich abergläubisch, sagenhaft erfolgreich und hoffnungslos spielsüchtig, wie eine zeitgenössische Biografie mitteilt. Den ehrenvollen Beinamen „Il divino“ (dt. „Der Göttliche“) erhielt Reni schon zu Lebzeiten – dieser bezieht sich auf seinen Ruhm als Künstlerstar, der sich im Wissen um sein Können gelegentlich auch divenhaft verhielt. „Der Göttliche“ verweist aber auch auf seine Themen: Reni ist der Maler des Göttlichen. Mit seiner Kunst prägte er die europäische Bildwelt tiefgreifend und übersetzte wie kein anderer die Schönheit des Göttlichen in Malerei – gleich ob es sich um den christlichen Himmel oder die antike Götterwelt handelte. Die enorme Wirkung seines Schaffens zeigt sich etwa in den unzähligen Varianten seiner Darstellungen des Hauptes Christi und Mariens mit zum Himmel gewandtem Blick, deren Reproduktionen sich noch heute als Einlegeblätter in katholischen Gebetsbüchern finden. Diese beispiellose Rezeptionsgeschichte hat Renis Image lange negativ geprägt und die eigentlichen Qualitäten sowie andere faszinierende Aspekte seiner Kunst aus dem Bewusstsein verdrängt. Kurator: Dr. Bastian Eclercy (Sammlungsleiter italienische, französische und spanische Malerei vor 1800, Städel Museum) Projektleitung: Aleksandra Rentzsch (Wissenschaftliche Mitarbeiterin italienische, französische und spanische Malerei vor 1800, Städel Museum) Abbildung: Guido Reni, Bacchus und Ariadne, um 1614–16, Los Angeles County Museum of Art, Los Angeles
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Gauri Gills. Acts of resistance and repair

Schirn Kunsthalle Frankfurt

Die SCHIRN präsen­tiert erst­mals Gauri Gills viel­schich­ti­ges foto­gra­fi­sches Schaf­fen in einer großen Über­blicks­aus­s­tellung. Abseits der urba­nen Zentren Indi­ens erkun­det die Künst­le­rin und Foto­gra­fin Gauri Gill seit über zwei Jahr­zehn­ten das Leben und den Alltag der länd­li­chen Bevöl­ke­rung. Ihre stil­len, konzen­trier­ten Bilder rich­ten den Blick auf kaum wahr­ge­nom­mene Rand­be­rei­che der indi­schen Gesell­schaft. In einem offe­nen, kolla­bo­ra­ti­ven Prozess und entge­gen doku­men­ta­ri­schen Konven­tio­nen widmet sie sich Themen wie Über­le­ben und Selbst­be­haup­tung, Iden­ti­tät und Zuge­hö­rig­keit, aber auch Fragen nach Erin­ne­rung und Autor­schaft. Die SCHIRN präsen­tiert erst­mals Gauri Gills viel­schich­ti­ges foto­gra­fi­sches Schaf­fen in einer großen Über­blicks­aus­stel­lung und versam­melt rund 200 Werke aus zentra­len Serien. Die Dimen­sion der Zeit und seri­elle Konti­nui­tät sind ebenso wie Beharr­lich­keit und Empa­thie sind entschei­dende Fakto­ren ihrer künst­le­ri­schen Praxis. Funda­ment ihrer Arbeit und Ausgangs­punkt mehre­rer Foto­se­rien ist das Lang­zeit­pro­jekt „Notes from the Desert“, in dem sich Gill seit 1999 den margi­na­li­sier­ten Gemein­schaf­ten Rajast­hans widmet. Insbe­son­dere ihre freund­schaft­li­chen Bezie­hun­gen zu Frauen bringt die Künst­le­rin hier, wie in ihrem gesam­ten Werk, in persön­li­chen Porträts zum Ausdruck. Als Gegen­pol zu ihren Projek­ten in der Wüste widmet sich die Foto­se­rie „The Ameri­cans“ (2000– 2007) der viel­fäl­ti­gen Lebens­welt der indi­schen Diaspora in Hinblick auf Migra­tion, Heimat und kultu­relle Verbun­den­heit. Die Ausstel­lung zeigt zudem Gills kolla­bo­ra­ti­ven Ansatz, u. a. in der Zusam­men­ar­beit mit oft unbe­kann­ten Künst­le­rin­nen und Künst­lern aus länd­li­chen Regio­nen.
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Chagall

Schirn Kunsthalle Frankfurt

Die SCHIRN zeigt mit über 100 Werken eine bislang wenig bekannte Seite des jüdi­schen Malers Marc Chagall. Marc Chagall (1887–1985) gilt als Poet unter den Künst­lern der Moderne. Die SCHIRN widmet ihm nach 15 Jahren erst­mals wieder eine groß ange­legte Ausstel­lung in Deutsch­land: CHAGALL. WELT IN AUFRUHR beleuch­tet eine bislang wenig bekannte, aber wich­tige Seite seines Schaf­fens – die Werke der 1930er- und 1940er-Jahre, in denen sich seine farben­frohe Palette zuneh­mend verdun­kelt. Als jüdi­scher Maler war Chagall durch das natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Regime einer exis­ten­ti­el­len Bedro­hung ausge­setzt. Bereits in den frühen 1930er-Jahren verar­bei­tete er den immer aggres­si­ver werden­den Anti­se­mi­tis­mus und emigrierte 1941 schließ­lich in die USA. Sein künst­le­ri­sches Schaf­fen in diesen Jahren berührt zentrale Themen wie Iden­ti­tät, Heimat und Exil. Mit rund 100 eindring­li­chen Gemäl­den, Papier­ar­bei­ten und Kostü­men zeich­net die Ausstel­lung die Suche des Künst­lers nach einer Bild­spra­che im Ange­sicht von Vertrei­bung und Verfol­gung nach. In der Zusam­men­schau ermög­licht die SCHIRN eine neue und äußerst aktu­elle Perspek­tive auf das Œuvre eines der wich­tigs­ten Künst­ler des 20. Jahr­hun­derts. Für die Präsen­ta­tion konnte die SCHIRN bedeu­tende Leih­ga­ben gewin­nen und zusam­men­füh­ren, u.a. aus dem Kunst­haus Zürich, Centre Pompi­dou, Musée natio­nal d'Art moderne, Paris, das Tel Aviv Museum of Art, Stede­lijk Museum, Amster­dam, Moderna Museet, Stock­holm, The Metro­po­li­tan Museum of Art, New York, der Tate Modern, London, und dem Musée natio­nal Marc Chagall, Nizza. Eine Ausstel­lung der SCHIN KUNST­HALLE FRANK­FURT in Koope­ra­tion mit dem Henie Onstad Kunst­sen­ter, Oslo
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Michael Müller

Städel Museum

Der deutsch-britische Künstler Michael Anthony Müller (geb. 1970) führt die Besucher mit einer raumfüllenden Arbeit, Zeichnungen, Gemälden und einer Skulptur in die mythologische Welt der griechischen Antike. Müller entfaltet mit den Mitteln der Malerei und über ihre Grenzen hinaus eine vielschichtige künstlerische Reflexion über die Bedeutung von Zeit, Sterblichkeit sowie überzeitlicher Liebe. Dabei wägt er auch die Möglichkeiten der Abstraktion ab und stellt die entscheidende Frage: Kann ein abstraktes Kunstwerk eine Geschichte erzählen? Im Zentrum der Ausstellung steht die Arbeit „Der geschenkte Tag“ (2021–2022), die auf dem Mythos der Dioskuren, der Zwillinge Kastor und Polydeukes, basiert. Nachdem das unzertrennliche Brüderpaar durch den Tod des sterblichen Kastor im Kampf auseinandergerissen worden ist, gewährt ihm Zeus abwechselnd je einen Tag im Hades, dem Reich der Toten, und einen Tag im Olymp unter den Göttern. Ein Prolog mit Zeichnungen und einer Skulptur des Künstlers im Zusammenspiel mit Papierarbeiten aus der Sammlung des Städel Museums führt in den Mythos ein. Mit der ortsspezifischen Arbeit „Der geschenkte Tag“ lässt Müller zudem unterschiedliche Konzepte von Zeit in einen Dialog treten: zum einen die physikalische Vorstellung von Zeit, die eine Unterteilung von Zeitabschnitten in objektive Einheiten erlaubt, zum anderen die menschlich-existenzielle Zeit, die sich dieser strikten Unterteilung entzieht. Die Arbeit misst insgesamt 6 × 65 Meter und besteht aus 24 großformatigen Leinwänden. Sie symbolisieren die 24 Stunden des Tages und wurden vom Künstler ausschließlich zur jeweiligen Stunde, für die die jeweilige Leinwand steht, bemalt. Die Ausstellung findet ihren Abschluss in den Gartenhallen, wo Müller weitere Werkgruppen präsentiert und die Besucher buchstäblich in die „Unterwelt“ begleitet. Kuratorin: Svenja Grosser (Stellvertretende Leiterin Sammlung Gegenwartskunst, Städel Museum) (Foto: © art/beats, Robert Schittko, Courtesy Studio Michael Müller)
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Vor Dürer

Städel Museum

Der Kupferstich zählt zu den ältesten Techniken des Bilddrucks und bot im 15. Jahrhundert Goldschmieden und Malern neue gestalterische Möglichkeiten. Das Städel Museum zeigt etwa 130 bedeutende deutsche und niederländische Blätter aus dem eigenen Bestand. Das Städel Museum widmet dem frühen Kupferstich als künstlerischem Bildmedium eine eigene Ausstellung. Etwa 130 bedeutende deutsche und niederländische Kupferstiche des 15. Jahrhunderts werden präsentiert. Die Ausstellung zeichnet die Entwicklung des Kupferstichs von einfachen Anfängen zu immer anspruchsvolleren Schöpfungen nach. Zu sehen sind herausragende Blätter u. a. von Martin Schongauer, Wenzel von Olmütz oder Israhel van Meckenem sowie von frühen, anonymen Stechern wie dem Meister ES, dem Meister mit den Bandrollen oder dem Meister b(x)g. Den Abschluss bilden einige der ersten Kupferstiche des großen deutschen Renaissancekünstlers Albrecht Dürer. Der Kupferstich zählt zu den ältesten Techniken des europäischen Bilddrucks. Das Tiefdruckverfahren entwickelte sich um 1430/1440 aus der Kunst des Gravierens von Metall in den Goldschmiedewerkstätten. An Ober- und Niederrhein, etwas später auch in Italien, begannen Goldschmiede und Maler, religiöse und weltliche Darstellungen in Kupferplatten zu stechen, die sie anschließend auf Papier abdruckten. Die vervielfältigten Bilder wurden für die private Andacht genutzt oder dienten als Vorlagenmaterial für Maler, Glasmaler und Bildhauer – oder andere Kupferstecher. Nach und nach entstand eine im Druck verbreitete neue Bilderwelt, deren Reiz auch heute noch in einer einfachen und doch wirkungsvollen grafischen Gestaltung und einer unmittelbaren, faszinierenden Erzählfreude liegt. Kurator: Dr. Martin Sonnabend (Leiter Graphische Sammlung bis 1750, Städel Museum) (Abbildung: Martin Schongauer, Der Heilige Antonius, von Dämonen gepeinigt (Detail), um 1470, Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum)
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Frei Schaffend

Städel Museum

Sie zählt zu den erfolgreichsten Künstlerinnen der Zeit um 1900: Die deutsch-schweizerische Malerin Ottilie W. Roederstein. Selbstbestimmt und emanzipiert behauptete sie sich im männlich dominierten Kunstbetrieb und setzte sich über gesellschaftliche Normen ihrer Zeit hinweg. Diesen Sommer präsentiert das Städel Museum eine umfassende Retrospektive, die mit 75 Gemälden und Zeichnungen einen Überblick über die künstlerische Entwicklung der stilistisch vielseitigen Malerin Ottilie W. Roederstein (1859–1937) gibt. Nach Ausbildungsstationen in Zürich, Berlin und Paris lebte Roederstein ab 1891 in Frankfurt am Main. 1909 ließ sie sich mit ihrer Lebensgefährtin, der Gynäkologin Elisabeth H. Winterhalter, im benachbarten Hofheim am Taunus nieder. Roederstein war als freischaffende Porträtmalerin eine feste Größe im männlich dominierten Kunstbetrieb und setzte sich selbstbewusst über die vorherrschenden gesellschaftlichen Normen hinweg. Ihre Werke wurden in zahlreichen nationalen und internationalen Ausstellungen, von Zürich über Paris und Frankfurt bis nach London und Chicago, gezeigt und fanden große Anerkennung. Heute ist die Malerin trotz ihrer regen Ausstellungstätigkeit und ihres einstigen Renommees einem größeren Publikum nahezu unbekannt. Das Schaffen von Ottilie Roederstein ist von der Geschichte des Städel Museums und der Stadt Frankfurt nicht zu trennen. Nur wenige Meter lagen zwischen ihrem Atelier in der Städelschule und dem Museum, das sie regelmäßig besuchte und von dessen Sammlung sie sich inspirieren ließ. Ihre eigenen Werke fanden schon zu Lebzeiten Eingang in die Sammlung. 1902 erwarb das Städel Museum Roedersteins Gemälde „Lesende alte Frau“ als erstes Werk einer zeitgenössischen Künstlerin. Die Grundlage der Ausstellung bildet demnach die Sammlung des Städel Museums, die mit 28 Werken der Künstlerin neben dem Stadtmuseum Hofheim am Taunus und dem Kunsthaus Zürich über einen der bedeutendsten Bestände verfügt. Die Ausstellung des Städel Museums entstand in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zürich. Kuratoren: Dr. Alexander Eiling (Sammlungsleiter Kunst der Moderne, Städel Museum), Eva-Maria Höllerer (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Sammlung Kunst der Moderne, Städel Museum) Archiv: Dr. Iris Schmeisser (Leiterin Provenienzforschung und historisches Archiv, Städel Museum) Gefördert durch: Gemeinnützige Kulturfonds Frankfurt RheinMain GmbH Mit Unterstützung von: Friede Springer Stiftung, Ernst Max von Grunelius-Stiftung, Damengesellschaft des Städelschen Museums-Vereins e.V. Die Erschließung des Roederstein-Jughenn-Archivs wird unterstützt durch: Rudolf-August Oetker-Stiftung, die Damengesellschaft des Städelschen Museums-Vereins e.V. sowie durch eine private Spende Kulturpartner: hr2-kultur Abbildung: Ottilie W. Roederstein, Selbstbildnis mit weißem Hut, 1904, Städel Museum, Frankfurt am Main, Foto: Städel Museum
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Aernout MIK

Schirn Kunsthalle Frankfurt

Die Raum- und Video­in­stal­la­tio­nen von Aernout Mik schaf­fen eindring­li­che Situa­tio­nen, die dem Verhal­ten und der Inter­ak­tion von Grup­pen in oft insta­bi­len gesell­schaft­li­chen Kontex­ten nach­ge­hen. Der nieder­län­di­sche Künst­ler rührt mit seinen choreo­gra­fier­ten Video­ar­bei­ten an sozial-psycho­lo­gi­sche Struk­tu­ren und insze­niert Räume, die die Posi­tion des Einzel­nen in wider­sprüch­li­chen oder dysfunk­tio­na­len Syste­men reflek­tie­ren. Die SCHIRN präsen­tiert Aernout Miks Video­in­stal­la­tion „Double Bind“ (2018) sowie die eigens für die Ausstel­lung konzi­pierte Arbeit „Thres­hold Barri­ers“ (2022). Beide Werke gehen den Sugges­tio­nen und Dyna­mi­ken von Sicher­heit und Bedro­hung, Macht und Ohnmacht im öffent­li­chen Raum nach und treten in der SCHIRN mitein­an­der in Dialog. In „Double Bind“ verhan­delt der Künst­ler die Präsenz von bewaff­ne­ten Einhei­ten des staat­li­chen Schutzap­pa­rats. Schein­bar isoliert und ohne direk­ten Kontakt mit den Passan­ten bewe­gen sie sich in der Stadt. Dage­gen zeigt „Thres­hold Barri­ers“ ein Gesche­hen, in dem Gesell­schaft und Staats­macht, Bürger und Poli­zei direkt aufein­an­der­ge­trof­fen sind und über­kom­mene Struk­tu­ren von Auto­ri­tät und Sicher­heit ihre Gültig­keit verlo­ren haben. Miks fiktive Szena­rien bewe­gen sich zwischen Doku­men­ta­tion und Perfor­mance und wirken zugleich vertraut wie befremd­lich.

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