38. Aschaffenburger Bachtage
11.7. bis 2.8.2026 - Bach & Böhmen
Das Motto der 38. Aschaffenburger Bachtage führt uns auf einem Abstecher nach Böhmen und zu Johann Sebastian Bachs (katholischen) Kollegen. Der Austausch zwischen dem musikalischen Böhmen und Mitteldeutschland scheint rege gewesen zu sein. Ob auch J.S. Bach selbst tatsächlich direkten Kontakt zu böhmischen Musikern hatte, ist allerdings fraglich. Die Konzertprogramme 2026 werden musikalische Verbindungen aufzeigen und mit Musik aus Böhmen, Thüringen und Sachsen auch nachbarschaftlichen Parallelen oder Kontrasten nachspüren.
Bachgesellschaft Aschaffenburg e. V.
Die Bachgesellschaft Aschaffenburg e.V. wurde im Jahr 1985, 300 Jahre nach der Geburt des Namensgebers Johann Sebastian Bach, gegründet und feiert dieses Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass haben wir für die Aschaffenburger Bachtage 2025 ein besonderes Programm zusammengestellt, für das namhafte Musikerinnen und Musiker ihren Blick auf Bachs Musik präsentieren: Der Bogen spannt sich von Bachs Bearbeitung von Musik G. P. da Palestrinas über Originalwerke Bachs bis hin zu einer virtuellen Zeitreise zu Bachs Leipziger Kaffeehauskonzerten.
Kontakt
Aschaffenburger Bachtage
Bachgesellschaft Aschaffenburg e. V. Dalbergstraße 9 D-63739Aschaffenburg
Gottlieb Muffat: Toccata sexta F- Dur
H. Fryklöf: Zwei Choralbearbeitungen
M. Tariverdiev: Prelude
E. Arro: Zwei Choralphantasien
O. Rostovskaya: Mediation
Improvisation zum vorgegebenen Thema des Publikums
Ekaterina Porizko ist Dirigentin, Organistin, Pianistin, Carilloneurin und Musikwissenschaftlerin und arbeitet gegenwärtig als Landeskirchenmusikdirektorin der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Außerdem lehrt sie an der Hochschule für evangelische Kirchenmusik in Bayreuth Kirchenkunde und an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart Carillon und Glockenspiel.
Schwerpunkt Ihrer Arbeit ist, Kultur im öffentlichen Raum zu vermitteln und durch internationale Projekte für Toleranz und Völkerverständigung zu sorgen. Zur Förderung junger Musiker und Musikerinnen gründete sie 2022 zusammen mit Ekaterina Belowa das gemeinnützige Unternehmen EP Klassik aber frisch.
Seit 2010 bereiste die vielseitige Musikerin Finnland, Estland, Litauen, Niederlande, Frankreich, Italien und die USA, um dort an Orgel, Carillon, Klavier, Cembalo und als Dirigentin zu wirken. 2017 trat sie die Stelle als Kantorin in der Evangelischen Kirchengemeinde in Meerbusch an. 2022 wurde sie Referentin für Kirchenmusik der Evangelischen Kirche im Rheinland, ehe sie 2026 zur Bayerischen Landeskirche wechselte.
Als Königin der Instrumente wird sie bezeichnet. Manchmal meint man gar, ein ganzes Orchester zu hören, obwohl nur eine Person am Spieltisch sitzt.
Wer gerne erfahren möchte, wie so eine Orgel funktioniert, ist herzlich eingeladen in unserem Workshop während einer guten Stunde aus über 100 Einzelteilen eine funktionierende Orgel zu bauen.
Technik- und musikbegeisterte Kinder von 8 bis 12 Jahren können unter Anleitung Rahmen, Balg, Windlade, Tasten und Pfeifen zusammenbauen und abschließend selbst auf der fertigen Orgel spielen.
Als Special Guest begrüßen wir zum Abschluss Gunther Rost, der nicht nur am Abend das offizielle Bachtage - Eröffnungskonzert auf der Orgel der Stiftsbasilika spielen wird, sondern auch extra für die teilnehmenden Orgelbauer ein Stück im Gepäck hat.
Zum Auftakt der Aschaffenburger Bachtage unter dem Motto „Bach und Böhmen“ ist mit Gunther Rost ein Organist zu erleben, der musikalische Traditionen über Epochen hinweg verbindet. Der aus Würzburg stammende Leipziger Bachpreisträger und heutige Professor an der Kunstuniversität Graz zählt zu den maßgeblichen Interpreten sowohl der Orgelwerke Johann Sebastian Bachs als auch der Musik des tschechischen Komponisten Petr Eben, dessen gesamtes Orgelwerk er als Erster in Zusammenarbeit mit dem Komponisten eingespielt hat.
Das Programm spannt einen Bogen vom Barock über die romantische Orgeltradition bis in die Moderne und zeichnet Linien nach, in denen sich Bachs musikalisches Denken in späteren Jahrhunderten fortsetzt. Choräle, freie Formen und groß angelegte Werke treten dabei in einen Dialog zwischen mitteldeutscher und böhmischer Klangkultur und eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf drei Jahrhunderte Orgelmusik.
Ensemble Inégal und Kammerchor Ars Antiqua
Leitung: Adam Viktora und Katrin Ferenz
Vesperpsalmen von Zelenka und Vivaldi
Das Programm mit Vesperpsalmen setzt die Zusammenarbeit des Tschechischen Ensemble Inégal und des Aschaffenburger Ars Antiqua Kammerchores fort.
Der böhmische Komponist Jan Dismas Zelenka gilt als der bedeutendste tschechische Barockkomponist. Vermutlich lernten sich Bach und Zelenka am sächischen Hof kennen - beide waren in Dresden tätig. Bach war einer der wenigen, die Zelenkas Genie erkannten und hatte einige seiner Werke in seiner Bibliothek. Die geistliche Musik von Zelenka und Vivaldi ist stilistische sehr ähnlich - beide Komponisten kannten sich persönlich, außerdem komponierte Vivaldi im Auftrag von Zelenka eine Sammlung von 24 Arien und 8 Kantaten, die bis heute erhalten geblieben ist. Unter der Leitung von Adam Viktora und Katrin Ferenz erklingt festliche Musik zur Vesper, die ihren Höhepunkt sicher in den Doppelchörigen Werken findet, in denen beide Ensembles zusammen den Glanz einer barocken Vespermusik in die Stiftsbasilika holen.
Julius Lorscheider, Cembalo und hist. Orgel von J. G. Hugo (1749) Ausgezeichnet! - Prämierte Talente.
Werke von Bach, Buxtehude, Pachelbel u.a.
J.S. Bach im Dialog mit seinen musikalischen Vorfahren
Die Claviermusik Johann Sebastian Bachs hat seit jeher große Bewunderung erfahren und gehört sicherlich zurecht heute zum meistgespielten Repertoire im Bereich der Tasten-Musik.
Aber: Nichts kommt von nichts, und so ist es durchaus wert, die Musik von Bachs musikalischen Vorbildern näher unter die Lupe zu nehmen. Ein Streifzug durch die musikalischen Einflussgebiete Johann Sebastian Bachs nimmt Sie dabei mit auf seine Reisen nach Norddeutschland und gewährt Einblicke in seine persönlichen Notenbücher, in denen er Werke seiner Inspiratoren abschrieb – bekannt ist die Anekdote, nach der der kleine Bach als Kind heimlich bei Mondschein Noten kopierte. Elemente des fantasiegeladenen Stylus Phantasticus treffen auf französischen Klangrausch und Eleganz, Werke von Johann Sebastian Bach, Froberger, Buxtehude, Böhm, Pachelbel, Dieupart, Lebègue und Johann Christoph Bach entfalten eine vielseitige Klanglandschaft um den großen Komponisten.
Unser musikalischer Spaziergang durch die Galerie seiner berühmten musikalischen Ahnen zeigt dabei lediglich ein Bruchstück der schillernden Vielfalt der Clavierliteratur in Bachs Umfeld und führt uns vor Augen und Ohren, aus welch verschiedenen Musikkulturen er schöpfte...
Julius Lorscheider hat Cembalo, Generalbass und Improvisation bei Bob van Asperen, Menno van Delft und Kris Verhelst in Amsterdam, bei Jean-Marc Aymes, Yves Rechsteiner und Dirk Börner in Lyon und bei Jörg-Andreas Bötticher und Andrea Marcon in Basel studiert, sowie Orgel bei Pieter van Dijk. Er ist Cembalist des Ensembles Luceram der französischen Violinistin Hélène Schmitt, mit dem er 2022 eine Bach-CD aufnahm. Von 2020-23 war er als Mitglied des Ensembles musica getutscht mit Künstler:innen wie Emma Kirkby, Marc Mauillon oder Hana Blažíková u.a. in der Hamburger Elbphilharmonie zu hören. Mit dem Barockorchester formosa baroque konzertierte er 2023 in den wichtigsten Konzerthäusern in Taiwan, als Continuist mit u.a. dem Dresdner Kammerchor, Ensemble Mozaique oder dem belgischen Ensemble Musica Gloria trat er u.a. auf dem Arp Schnitger Festival Götheborg, dem Festival de Musique Baroque de Froville oder den Ansbacher Bachwochen auf. Solo-Rezitale gab er unter anderem auf dem Grachtenfestival Amsterdam und kleineren Konzertreihen wie „Musik in alten Heidekirchen“. Mit seinem Ensemble Exclamatio Consort und dem französischen Altus Arnaud Gluck war er 2024 u.a. auf dem Festival de Musique Sacrée de Nice zu Gast.
Gefördert durch die Konzertförderung Deutscher Musikwettbewerb des Deutschen Musikrats und die GVL.
Maria Zaitseva, Violoncello solo
1. Preisträgerin ARD - Musikwettbewerb 2024 Ausgezeichnet! - Prämierte Talente.
Paul Hindemith (1895–1963):
Sonate für Violoncello solo op.25, Nr. 3 (1922)
Rodion Schtschedrin (1932–2025):
Russische Weisen für Violoncello solo (1990)
Johann Sebastian Bach (1695–1750):
Suite für Violoncello solo Nr. 5, c-Moll, BWV 1011
Bewertungen & Berichte Henrik Wiese und Peter Kofler
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Aschaffenburger Bachtage
Bachgesellschaft Aschaffenburg e. V.
38. Aschaffenburger Bachtage
11.7. bis 2.8.2026 - Bach & Böhmen
Das Motto der 38. Aschaffenburger Bachtage führt uns auf einem Abstecher nach Böhmen und zu Johann Sebastian Bachs (katholischen) Kollegen. Der Austausch zwischen dem musikalischen Böhmen und Mitteldeutschland scheint rege gewesen zu sein. Ob auch J.S. Bach selbst tatsächlich direkten Kontakt zu böhmischen Musikern hatte, ist allerdings fraglich. Die Konzertprogramme 2026 werden musikalische Verbindungen aufzeigen und mit Musik aus Böhmen, Thüringen und Sachsen auch nachbarschaftlichen Parallelen oder Kontrasten nachspüren.
Bachgesellschaft Aschaffenburg e. V.
Die Bachgesellschaft Aschaffenburg e.V. wurde im Jahr 1985, 300 Jahre nach der Geburt des Namensgebers Johann Sebastian Bach, gegründet und feiert dieses Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass haben wir für die Aschaffenburger Bachtage 2025 ein besonderes Programm zusammengestellt, für das namhafte Musikerinnen und Musiker ihren Blick auf Bachs Musik präsentieren: Der Bogen spannt sich von Bachs Bearbeitung von Musik G. P. da Palestrinas über Originalwerke Bachs bis hin zu einer virtuellen Zeitreise zu Bachs Leipziger Kaffeehauskonzerten.